Markt-Monitor
Dreifacher Angriff

Starker Euro, teures Öl und US-Immobilienkrise: Die schlechten Nachrichten sind nicht von Pappe. Daran gemessen hält sich das Minus in Grenzen. Anleger setzen auch diesmal auf die robuste Gesamtverfassung.

Der direkte Anlauf auf ein neues Rekordhoch ist beim Dax zwar erst einmal wieder vertagt, und das nun schon zum dritten Mal innerhalb eines Monats. Doch angesichts der Hiobsbotschaften hält sich unser Börsenbarometer erstaunlich gut. Der starke Euro drückt auf künftige Firmengewinne, weil sich durch den schwachen Dollar europäische Waren im Dollarraum verteuern. Das teure Öl erhöht die Produktionskosten und belastet die Verbraucher. Und dass die beiden großen Ratingagenturen Standard & Poor's und Moody's vor steigenden Risiken bei zweitklassigen Hypothekenkrediten warnen, heizt die Immobilienkrise neu an. Anleger nehmen deshalb erst einmal Gewinne mit und drücken damit den Dax deutlich unter die 8000er Marke. Doch beginnt damit die lang erwartete Korrektur? Bislang setzte sich nach wenigen Tagen immer die Erkenntnis durch, dass die Firmen so viel wie noch nie verdienen und Aktien gemessen an den Firmengewinnen immer noch weniger kosten als im historischen Durchschnitt. Solange die Weltwirtschaft brummt, die geschätzten Konzerngewinne auch tatsächlich eingefahren werden, ist an dieser optimistischen Sichtweise nichts auszusetzen. Ungemach droht erst, wenn die Konjunktur zu erschlaffen droht und die Immobilienkrise auf erstklassische Hypotheken oder gar andere Märkte übergreift. All das ist bislang nicht absehbar.

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