Markt-Monitor
Ein Vorgeschmack auf neue Enttäuschungen

Die Stimmung der Anleger nach dem Wochenende ist positiv – auch ohne fundamentale Gründe. Doch aus dem Pharmasektor gibt es ein Störfeuer: Der Pharma-Konzern Merck liefert eigentlich solide Zahlen, die an der Börse trotzdem für Enttäuschung sorgen. Ein Szenario, an das sich Anleger womöglich gewöhnen müssen.
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War der Schwächeanfall, der die Wall Street am Freitagabend befallen hat, der erste Hinweis auf die nahende Korrektur, die viele Experten erwarten? Oder haben hier einige Anleger nur kurz vor dem Wochenende ein paar Gewinne mitgenommen? Die Frage ist heute schon in den ersten Handelsminuten eindeutig beantwortet worden: Es wurde kurz Kasse gemacht, die Grundstimmung bleibt positiv. Gleich zum Start lagen 29 der 30 Dax-Werte wieder im Plus.

Auf "eitel Sonnenschein allüberall" zu machen, ist trotzdem nicht angebracht. Das bestätigt mit dem Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck der einzige Verlierer zum Börsenstart. Weil dessen Quartalsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) leicht unter den Erwartungen blieb, ist die Aktie heute der große Verlierer am Markt. Und das, obwohl der Reingewinn und der Gewinn je Aktie sogar leicht besser ausgefallen sind, als dies die Analysten prophezeit hatten.

Der Fall Merck gibt einen Vorgeschmack, wie anfällig die an sich gute Stimmungslage an der Börse auch in dieser Woche sein wird. Weitere acht Dax-Kandidaten präsentieren ihre Zahlen und werden wohl vor allem daran gemessen, wie sehr ihre tatsächlichen Zahlen über denen der Prognosen liegen. Das ist derzeit die Crux an einem Markt, der die Wirtschafts- und Finanzkrise schon wieder als Relikt aus einer längst vergangenen Zeit einstuft. Und der die Erwartungen schon so hoch gesetzt hat, dass selbst kleinere Verfehlungen zu größeren Verlusten führen.

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