Markt-Monitor
Hört die Bären aus den USA!

Alles nur eine ganz normale und gesunde Korrektur? Die Aktienmärkte gehen weiter auf Talfahrt, und Anleger hoffen auf günstigere Einstiegskurse. Doch mit dem S&P-500 sendet ausgerechnet der weltweit wichtigste Börsenindex bärenträchtige Signale.

Wieder einmal macht uns die Wall Street einen Strich durch die Rechnung. Der Deutsche Aktienindex (Dax) eröffnet im Minus, weil die US-Kurse gestern Abend noch einmal abrutschten. Die Immobilien-Schieflage der amerikanischen Investmentbank Bear Stearns lastet auf Stimmung und Kaufbereitschaft. Gerüchte über Milliarden-Abschreibungen treiben die Sorgen über die Stabilität des Finanzplatzes ins Zentrum des Börsen-Geschehens.

Mindestens genauso schwer wiegen jetzt aber auch technische Probleme. Der S&P 500, den Profis als weltweit wichtigsten Börsenindex einstufen, schwächelt bedenklich. Beim letzen Kursanstieg konnte der S&P sein vorangegangenes Hoch nicht mehr erreichen. Das neuerliche Tief liegt unter dem vorangegangenen. Nach der klassischen Chartlehre heißt das: Anleger nutzen tiefere Kurse nicht mehr zum Einstieg. Vielmehr sind Zwischenerholungen ein willkommener Zeitpunkt zum Ausstieg. Gerade Profis orientieren sich an solchen Chartmustern.

Der Dax bekommt davon nichts mit. Noch nicht. Doch es wäre nicht das erste Mal, dass Börsianer in Deutschland und Europa der Entwicklung in den USA hinterher hinken - und am Ende größere Verluste einstecken müssen, als die Investoren an der großen Leitbörse.

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