Markt-Monitor
Immer weiter abwärts

Konjunkturängste und Massenentlassungen drücken die Wall Street. In deren Sog fallen weltweit alle Börsen immer tiefer. Solange Anleger über das Ausmaß der Rezession rätseln, ist eine Erholung nicht in Sicht.
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Mehr als 50000 Entlassungen bei der Citigroup verdeutlichen, wie rasant die Bankenkrise jetzt die Weltwirtschaft erfasst. Massenentlassungen und die globale Krise in der Automobilbranche bestätigen Befürchtungen, dass der Welt 2009 eine globale Rezession bevorsteht.

Doch das sind nicht die Hauptgründe, warum die Börsen nach ihrem dramatischen Fall immer noch keinen Halt finden. Erst wenn Anleger Licht am Ende des Tunnels sehen, werden sie wieder Mut fassen und auf derart ermäßigtem Niveau Aktien kaufen. Immerhin haben die großen klassischen Industriewerte meist zwei Drittel ihres Wertes verloren. Bank-Aktien wie die der Deutschen Bank, die immerhin noch Gewinn erwirtschaftet, notieren bereits weit unter ihren Tiefständen von 2003. Damals war der Dax bis auf 2200 Punkte gefallen, also noch einmal gut 50 Prozent niedriger als jetzt.

Solch negativen Superlative ändern nichts daran, dass es nicht immer noch tiefer gehen kann. Solange Wirtschaftswissenschaftler und Forschungsinstitute nichts als Hoffnung verbreiten, indem sie das Ende der Rezession irgendwann im Laufe des nächsten Jahres vermuten, dies aber mit nichts belegen können, werden die Börsen keinen Halt finden. Mehr Erfolg versprechen in der Vergangenheit zuverlässige Frühindikatoren wie die der Einkaufsmanager oder der Verbraucher. Sobald diese auf Rekordtief gefallenen Indikatoren nach oben drehen, werden Anleger wieder Mut fassen, weil sie auf Besserung hoffen. So weit ist es aber jetzt noch nicht.

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