Markt-Monitor
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Erst einmal Aufatmen: Der Gewinn des weltgrößten Alu-Produzenten Alcoa bricht ein, doch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet. Zum Start der Berichtssaison in den USA spricht vieles dafür, dass es diesmal an den Börsen besser als beim letzten Mal läuft.

Mit Spannung warten Anleger Quartal für Quartal auf Alcoa. Der Aluminiumriese läutet traditionell die Quartalssaison ein. Im abgelaufenen zweiten Quartal bricht Alcoas Gewinn zwar um 25 Prozent ein, doch Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet. Deshalb halten sich die Börsen gut.

Erinnern wir uns: Vor drei Monaten startete die Berichtssaison unter keinem guten Stern. Viele namhafte Unternehmen verfehlten die hochgestecken Erwartungen. Das schockierte die Anleger, weshalb die Börsen ihre Talfahrt wieder aufnahmen.

Die jetzt anstehenden Quartalzahlen versprechen zwar kaum Besserung. Im Gegenteil: Die Krise kommt mehr und mehr auch bei den klassischen Industriekonzernen an. Aber: Im Gegensatz zum letzten Mal haben die Analysten ihre Ziele drastisch nach unten korrigiert. Sie rechnen dieses Mal von vornherein mit Gewinneinbrüchen: Für die 500 größten amerikanischen Konzerne zeichnen sich nach Ansicht der Experten Gewinnrückgänge von durchschnittlich zehn Prozent ab.

Deshalb spricht viel dafür, dass die Quartalssaison dieses Mal nicht als Auslöser für neuerliche Börsenbeben herhalten muss. Zumindest an dieser Front bessern sich also die Voraussetzungen dafür, dass nach dem katastrophalen ersten Aktien-Halbjahr das Schlimmste erst einmal überstanden ist.

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