Markt-Monitor
Pessimismus weit und breit

Aus der Traum. Die Börsen fallen wie ein Stein, nachdem sie sich nach dem Schock im Frühjahr gut berappelt hatten. Doch jetzt geraten die Jahrestiefstände wieder ins Visier. Und viel spricht dafür, dass wir sie wieder sehen werden.

Warum soll ich Aktien kaufen? Die simple Frage erklärt eigentlich alles. Weil der hohe Ölpreis und die galoppierende Inflation die Konjunktur und den Verbraucher knebeln und deshalb die Unternehmen in Zukunft eher schlechtere als bessere Geschäfte machen, spricht wenig dafür, gerade jetzt Aktien zu kaufen. Deshalb nutzt es nichts, dass die Anteilsscheine gemessen an dem Gewinn der Firmen preiswert, ja sogar historisch preiswert sind. Deshalb nutzt es auch nichts, dass die Stimmung bereits am Boden liegt und demzufolge doch eigentlich der Boden für höhere Kurse bereitet ist. Gemäß der Faustregel an der Börse, dass Pessimisten ihre Aktien bereits verkauft haben und deshalb eigentlich als potenzielle Käufer in Frage kommen.

Die ewig junge Faustregel hat zwar viel Charme, greift aber nicht immer. Schlechte Stimmung kann sich auch hochschaukeln und immer neue Verkaufslawinen in Gang setzen. So wie im Jahr 2002. Gemäß dem Motto: Rette an Kursgewinnen, was noch zu retten ist. Solange die Zukunft düsterer ausschaut als die Gegenwart, wird sich kaum jemand für Aktien entscheiden. Deshalb bleiben die Börsen unter Druck. Erst einmal.

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