Markt-Monitor
Schlechte Nachrichten für Bankaktien

Katerstimmung an der Börse. Gestern noch flirtete der Dax mit seinem Rekordhoch aus dem Jahr 2000, heute fällt er sogar wieder unter 8 000 Punkte zurück. Auch an allen anderen europäischen Börsen gibt es dicke rote Vorzeichen – ganz anders als in Japan, wo der Nikkei ungeachtet der schwachen Vorgaben aus den USA ein Siebenjahreshoch erreichte.

In Europa laufen die Anleger dagegen den US-Investoren hinterher. Und weil die Futures an der Wall Street für heute neue Verluste vorhersagen, ist das Minus an den Börsen von Frankfurt bis London im Handelsverlauf kontinuierlich gewachsen. Vor allem Bankaktien zieht es abwärts. Schuld ist aber nicht die Meldung, dass den Instituten beim anstehenden Börsengang des Private-Equity-Riesen Blackstone nur geringe Gebühren winken. Vielmehr lastet die Sorge vor weiter steigenden Zinsen und Anleiherenditen auf den Finanzwerten. Und dann ist da auch noch die Krise zweier Hedge-Fonds von Bear Stearns, die sich am amerikanischen Immobilienmarkt verspekuliert haben.

Gegen die Wucht der negativen Impulse haben auch positive Konjunkturdaten keine Chance. Der überraschend klar gestiegene Einkaufsmanagerindex in der Euro-Zone kann die Stimmung der Anleger jedenfalls nicht aufhellen. Zumal es auch für Konjunkturdaten zwei Lesarten gibt. Und im Moment sehen die Märkte in Hinweisen für eine boomende Konjunktur vor allem einen möglichen Auslöser von Inflation und damit weiter steigender Zinsen.

Ralf Drescher
Ralf Drescher
Handelsblatt.com / Teamleiter Finanzen (bis 29.2.2012)
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%