Markt-Monitor
Späte Kauf-Empfehlung

Goldman Sachs empfiehlt Anlegern, BASF-Aktien zu kaufen. Die Begründung mag schlüssig sein. Doch sie kommt reichlich spät.
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Von "Neutral" auf "Buy" schwenkt die Investmentbank Goldman Sachs um und hebt das Kursziel für die Aktie des weltgrößten Chemieherstellers BASF von 23 auf 42 Euro an. Der Grund: Noch sei zwar nicht erkennbar, ob die momentane Entwicklung der Beginn einer Erholung sei. Aber für die Zeit nach der Rezession habe die Aktie höhere Bewertungen verdient. Für die kommenden Jahre hebt Goldman die Gewinnziele von BASF an und dementsprechend auch das Kursziel.

Alles richtig, die Argumentation von Goldman Sachs leuchtet zweifellos ein. Doch wissen wir nicht schon immer, dass jede Rezession einmal endet und Aktien dann wieder höhere Kurse verdienen? Dementsprechend macht solch eine Empfehlung zeitlich mehr Sinn, wenn die Rezession sich gerade in den Köpfen auszubreiten beginnt und dementsprechend der Kurs so richtig tief im Keller notiert. So wie im Herbst vergangenen Jahres und auch noch einmal in den düstersten Wintermonaten, als die Kurse unter 20 Euro fielen. Zeit für solche Empfehlungen, wie sie jetzt kommen, gab es genug. Jetzt notiert BASF schon längst wieder über 30 Euro, und Goldman kommt mit dem Ratschlag, dass die Aktie im Aufschwung wieder bessere Kurse sehen wird, reichlich spät.

Immerhin, für einen Einstieg mag es jetzt vielleicht noch nicht zu spät zu sein. Schließlich kommt die Aktie von über 50 Euro. Und die Empfehlung, schwächere Kurse zum Einstieg zu nutzen, zielt in die richtige Richtung. Schließlich werden an der Börse noch oft genug Zweifel aufkommen, ob die Konjunktur tatsächlich in diesem Jahr schon anspringt.

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