Markt-Monitor - zweimal täglich eine Meinung zur Börse
Wie im Casino

Spielbanken zeichnen sich dadurch aus, dass sich in den allermeisten Fällen diejenigen als Sieger fühlen dürfen, die den Spielern nur über die Schulter geguckt haben. Sie haben zumindest nichts verloren. Ähnlich verhält es sich auch heute wieder an der Börse. Ein weiteres Mal im Minus gestartet, zurück auf Start, dann wieder kräftig verloren und nun schon fast alles wieder wett gemacht. Ein ähnliches Bild gaben gestern bereits die US-Märkte ab.

Rational lässt sich all das nicht begründen. Die Börse tickt zwar so schnell, wenn es drauf ankommt. Dann gibt es aber meist einen oder mehrere triftige Gründe dafür. Die gibt es heute nicht. Stattdessen sind nach den kräftigen Aufs und Abs der letzten Wochen wohl alle ein bisschen nervös. Von den vielen überhektischen Kurswechseln profitieren lediglich die, die als erste dabei sind. Wer nur reagiert, der läuft Gefahr, schon in den nächsten Richtungswechsel hinein zu laufen und so erst recht „auf dem falschen Fuß erwischt zu werden“. So wie diejenigen im Casino, die eigentlich nur gucken wollten, sich von der Glückssträhne eines Einzelnen aber mitreißen ließen, spielten und dann doch verloren.

In der aktuellen Börsenphase empfiehlt sich eher die Position des neutralen Betrachters. Wenn sich in wenigen Tagen oder Wochen alles beruhigt hat, gibt es die weitaus solideren Chancen. Im Moment ist zuviel Glücksspiel am Markt.

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