Markt nimmt Geschäftszahlen positiv auf
T-Aktie legt nach Quartalszahlen zu

Nach Vorlage ihrer Quartalszahlen haben die Aktien der Deutschen Telekom am Dienstag Gewinne verbucht. Bis 12.40 Uhr kletterten die Titel des Indexschwergewichts um 2,57 % auf 29,70 Euro und unterfütterten nach Händlerangaben auch die übrigen Dax-Werte. Das Standardwertebarometer Dax lag zeitgleich bei 6 117,39 Punkten - ein Plus von 1,09%.

dpa-afx FRANKFURT. Die Geschäftszahlen seien vom Markt positiv aufgenommen worden, sagte ein Händler des Bankhauses Reuschel. Mit 3,6 Millionen Stück sei das Handelsvolumen rege. Allerdings gehe er nicht davon aus, dass der Kurs deutlich über 30 Euro steigen wird: "Keiner traut sich so richtig, mit wehenden Fahnen einzusteigen. Dazu sind die Anleger in der Vergangenheit zu oft auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden".

"Die Zahlen haben gezeigt, dass es im ersten Quartal im Vergleich zum vierten nach oben geht", sagte Werner Stäblein, Telekom-Analyst bei der BHF-Bank. Zwar habe der Konzern eine Zunahme des Schuldenberges um 1 % auf 57,1 Mrd. Euro gemeldet, "aber keiner hat erwartet, dass sich die Nettoverschuldung drastisch verringern wird".

Allerdings seien die Zahlen weitgehend bekannt gewesen. Viel wesentlicher für den Markt sei der Ausblick auf das Gesamtjahr. So habe die Deutsche Telekom gemeldet, dass sie für das Jahr 2001 eine Steigerung der Ebitda-Marge auf 30% erwarte. "Das hat sich schon während der Computermesse Cebit angedeutet. Aber es waren bis dahin eben nur Gerüchte."

Auch den Steigerungen im Mobilfunkgeschäft misst der Experte große Bedeutung bei. Die Telekom verfügte bis Ende März über 46 Millionen Kunden und will die Zahl bis zum Jahresende auf über 60 Millionen steigern. Zudem will das Unternehmen das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der T International-Mobile im Jahr 2001 verdoppeln. Noch immer unklar sei aber, ob und wann die Übernahme der amerikanischen Voicestream über die Bühne gehe. Die Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden hätte bereits vergangene Woche erfolgen sollen, sagte Stäblein. "Zwar glaubt keiner mehr, dass das Kind noch in den Brunnen fällt, aber es gibt noch keine endgültige Gewissheit".

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