Marktanteil soll mit neuen Produkten erhöht werden
Waldquell ist erfolgreichster Cola- und Mineralwasserhersteller in Thüringen

Die Thüringer zeigen ihre vielzitierte Eigenwilligkeit auch beim Cola-Geschmack. Statt der bekannten süßen Produkte amerikanischer Getränkekonzerne trinken sie lieber einen braunen Softdrink mit Zitronengeschmack aus dem Thüringer Wald.

ddp/vwd SCHMALKALDEN. Damit sorgten sie dafür, dass sich die schon in der DDR so erfolgreiche Vita-Cola zwischen Harz und Rhön zum erfolgreichsten Cola-Getränk entwickelte und die Einnahmen der Thüringer Waldquell GmbH in Schmalkalden fleißig sprudeln.

Der Mut des Unternehmens, vor sieben Jahren die Produktion der nach der Wende verpönten DDR-Cola wieder aufzunehmen, wurde belohnt. Nach Angaben von Marketingchef Sven-Olaf Jensen ist die Vita-Cola im Freistaat heute mit einem Marktanteil von 31,2 % Marktführer und in den neuen Bundesländern hinter Branchenprimus Coca-Cola mit 13,3 % Zweiter bei den Cola-Getränken.

Insgesamt 600 000 Hektoliter des kalorienreichen Softdrinks lieferten das Schmalkalder Unternehmen und der Partnerbetrieb Spreequelle GmbH Berlin an die durstigen Kunden zwischen Kap Arkona und Vogtland. Inzwischen versorgt Thüringer Waldquell auch Getränkemärkte in Franken und Hessen. Allerdings sei die Resonanz noch nicht so gut wie in Ostdeutschland. "Vita-Cola ist dort als Marke nicht etabliert", sagte Jensen.

Die Thüringer Waldquell GmbH war vor zehn Jahren von der Brau- und Brunnen AG (Berlin/Dortmund) gegründet worden. Der Getränkekonzern hatte die Reste der früheren Laura-Quelle in Schmalkalden übernommen und 25 Mill. DM in ein neues Getränkewerk investiert. Die Produktion begann 1991 mit 40 Mitarbeitern. Heute beschäftigt der Betrieb 160 Mitarbeiter und bildet fünf Lehrlinge aus.

Erfolgreich sei das Unternehmen auch mit dem Mineralwasser "Thüringer Waldquell". In Thüringen sind die Südthüringer nach Jensens Angaben auch in diesem Bereich Marktführer. Außerdem stellt das Unternehmen noch Schorlen und Säfte her. Um die Vita-Cola noch erfolgreicher zu verkaufen, bietet das Unternehmen das Getränk seit April auch in Plastikflaschen für 0,5 und 1,5 Liter an. Bisher gab es die erfolgreiche Ost-Cola nur in der traditionellem Glasflasche und in der "westdeutschen Dose".

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