Marktanteil "wie geplant erhöht": O2-Geschäfte in Deutschland laufen gut

Marktanteil "wie geplant erhöht"
O2-Geschäfte in Deutschland laufen gut

Der britische Mobilfunk-Konzern mmO2 hat im Schlussquartal des Jahres 2002 einen deutlichen Kundenzuwachs verzeichnet und wie geplant seinen Marktanteil in Deutschland gesteigert.

Reuters LONDON/FRANKFURT. Mmo2 teilte am Dienstag in London mit, die Kundenzahl sei in Großbritannien, Deutschland, Irland und den Niederlanden im vierten Quartal um 791 000 auf 19,1 Millionen gestiegen. In Deutschland sei ein unerwartet hoher Kundenzuwachs um 286 000 Neukunden auf 4,58 Millionen verzeichnet worden. Damit habe sich der Marktanteil binnen Jahresfrist um 1,3 auf 7,8 Prozent erhöht. O2 hat konzernintern die Zielvorgabe, pro Jahr den Marktanteil um ein Prozentpunkt zu steigern. Im Trend der schwächeren Londoner Börse und der Telekom-Branche verloren die Mmo2-Aktien bis zum Mittag zwei Prozent auf 47,55 Pence.

"Werden Ziele erreichen oder übertreffen"

Der nach Kundenzahl fünftgrößte europäische Mobilfunkanbieter sieht sich nach den Worten von Konzernchef Peter Erskine auf gutem Weg, im bis Ende März laufenden Geschäftsjahr 2002/03 (30. März) seine selbst gesteckten Ziele zu erreichen oder zu sogar zu übertreffen. Dies betreffe die angestrebten höheren Durchschnittsumsätze der Kunden und die steigenden Umsätze mit Datenverkehr in den Mobilfunknetzen.

Vor allem in den Kernmärkten Großbritannien und Deutschland laufen die Geschäfte nach Erskines Angaben gut. Die über zwölf Monate aufsummierten Umsätze pro Kunden stiegen in Großbritannien auf 243 von 238 Pfund in der Vorperiode. Analysten hatten mit 240 Pfund gerechnet. In Deutschland verbesserte sich diese Kennzahl binnen des vierten Quartals um zwei auf 212 Pfund (338 Euro). Analysten hatten mit 213 Pfund gerechnet. Konzernweit belief sich der Umsatz mit Datendiensten auf 17,7 nach 15,6 Prozent im Vorquartal. Die deutsche Tochter erreichte bei den als Kompensation für sinkende Gesprächserlöse geltenden Datendiensten einen Umsatzanteil von knapp 20 Prozent.

Rückzug aus niederländischem Markt

Für die noch operative Verluste schreibende niederländische Tochtergesellschaft ist Mmo2 weiter auf der Suche nach einem Käufer. Der im sogenannten Executive Commitee von Mmo2 sitzende Chef der deutschen O2-Tochter, Rudolf Gröger, sagte, bei den mit mehr als einem Interessenten geführten Gesprächen gebe es keine Neuigkeiten. Branchenkreisen zufolge will Mmo2 sich aus dem kleinen, aber hart umkämpften niederländischen Markt zurückzuziehen. Der Chef der Konzernmutter von T-Mobile, Kai-Uwe Ricke, hatte in der vergangenen Woche seine grundsätzliche Bereitschaft erklärt, die eigenen Aktivitäten in den Niederlanden zu erweitern. Vodafone hat inzwischen kein Interesse an O2 Niederlande mehr. Zur Identität eines möglichen dritten Bieters für O2 Niederlande wurde bislang nichts bekannt.

Mmo2 wurde Ende 2001 vom BT-Konzern abgespalten und sucht als kleinerer europäischer Anbieter Anschluss an die Branchengrößen. Auf keinem seiner vier Märkte hat Mmo2 eine ie Spitzenstellung inne. In Deutschland operiert O2 wie in Großbritannien als kleinster der jeweils vier Anbieter.

Um seinen Kunden im künftigen UMTS-Mobilfunk in Deutschland ein vergleichsweise hohe Netzabdeckung bieten zu können, kauft O2 für 210 Millionen Euro Netzkapazitäten beim Marktführer T-Mobile zu. Dazu wurde die bereits zwischen beiden Unternehmen bestehende Kooperation erweitert. Kunden von O2 können damit das komplette UMTS-Netz von T-Mobile vom Netzstart an bis Ende 2004 mitbenutzen. Bislang war dies unter anderem bis Ende 2003 befristet. T-Mobile kann mit der in zwei Tranchen fälligen Nutzungsgebühr seine Investitionen in das im dritten Quartal startende UMTS-Netz refinanzieren.

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