Marktanteile für die Schiene zurück gewinnen
Joint Venture "Railog" für Güterverkehr gegründet

Die Deutsche Bahn und der Logistikkonzern Stinnes wollen in einem Gemeinschaftsunternehmen ihre Güterverkehrsangebote kombinieren.

dpa/vwd/rtr FRANKFURT. An dem 50:50-Joint-Venture unter dem Namen "Railog" seien die Bahn und die Stinnes-Tochter Schenker zu je 50 % beteiligt, teilten die Bahn und Stinnes am Dienstag in Frankfurt mit. Die Bahn hatte angesichts ihrer schweren Finanzkrise eine Neuordnung ihrer Gütersparte angekündigt. Die damalige deutsche Bundesbahn hatte 1991 ihre Schenker-Mehrheit an Stinnes verkauft. Wie die beiden Unternehmen mitteilten, soll das Unternehmen mit Sitz im Raum Frankfurt im ersten Quartal 2001 mit 150 Mitarbeitern und einem Umsatz von 200 Mill. Euro jährlich in vier Ländern Europas starten. Aufgabe von Railog sei das Entwickeln und Vermarkten von Logistik-Dienstleistungen. Railog biete nicht nur den Transport auf der Schiene, sondern die Organisation der kompletten Logistikkette inklusive des Transports auf der Straße an.

"Wir sind zuversichtlich, dass es durch Railog gelingt, die Schiene als Verkehrsträger weiter zu stärker und Marktanteile zurück zu gewinnen," sagte Bahnchef Hartmut Mehdorn. Railog werde europaweit tätig sein, zunächst aber auf Deutschland, Skandinavien, Österreich, Südosteuropa und Italien ausgerichtet sein.

In der vergangenen Woche hatte Mehdorn sein Sanierungskonzept für den Güterverkehr vorgestellt und dabei bis 2004 fünf Mrd. DM an Investitionen in Güterwagen, neue Rangierloks und Streckenlokomotiven angekündigt. Etwa die Hälfte der Gleisanschlüsse im Einzelwagenverkehr stehe zur Disposition, wobei den entsprechenden Unternehmen Alternativen wie Container- und integrierte Logistikangebote über Kooperationen mit Speditionsfirmen gemacht werden sollen, hatte Mehdorn gesagt.

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