Marktanteile gewonnen
T-Mobile legt in den USA weiter zu

Die US-Mobilfunktochter der Deutschen Telekom hat sich im ersten Quartal 2003 nach Angaben aus Branchenkreisen wie im Vorjahr als wachstumsstärkstes Mobilfunkunternehmen des US-Marktes erwiesen und damit den Marktanteil weiter gesteigert.

Reuters FRANKFURT. Aus den Kreisen verlautete am Mittwoch, T USA-Mobile habe als kleinster der sechs landesweiten Anbieter in den Monaten Januar bis März mehr als 900 000 neue Kunden gewonnen. Der Marktführer mit 33,3 Mill. Kunden, Verizon Wireless, registrierte im Quartal nur einen Kundenzuwachs von 833 000 Nutzer. Die übrigen Anbieter gewannen jeweils weniger als eine halbe Million Neukunden.

Weder bei der Deutschen Telekom noch bei der Mobilfunkholding T-Mobile war eine Stellungnahme zum Kundenwachstum zu erhalten. Der Telekom-Konzern wird am Donnerstag seine Geschäftszahlen für das erste Quartal veröffentlichen.

Bereits im vergangenen Jahr hatte T-Mobile mit einem Zuwachs von knapp drei Mill. Kunden auf 9,916 Mill. Nutzer Ende Dezember seinen Konkurrenten Marktanteile abgenommen. Der Marktanteil war auf 6,6 von 5,3 % Ende des Jahres 2001 gestiegen. Allein im Schlussquartal 2002 hatte die im Jahr 2001 für rund 40 Mrd. Dollar erworbene US-Mobilfunktochter ein Kundenwachstum von rund rund einer Million registriert.

In den Kreisen hieß es weiter, wie in den Vorquartalen habe T USA-Mobile vor allem Kunden mit Mobilfunk-Laufzeitverträgen gewonnen. Die Neukunden seien "werthaltig", verlautete aus den Kreisen. Als werthaltige Kunden werden in der Branche Nutzer bezeichnet, die vergleichsweise hohe Umsätze mit Mobilfunkverbindungen erzielen. Zudem konnte T-Mobile den Kreisen zufolge die Quote der zu anderen Unternehmen gewechselten Kunden im ersten Quartal senken.

Die Entwicklung bei T-Mobile gilt als wichtiger Indikator für die Zukunft des Unternehmens unter dem Dach der Deutschen Telekom. Investoren hatten dem Bonner Konzern immer wieder vorgeworfen, mit dem ehemals unter VoiceStream firmierenden Unternehmen einen zu kleinen Anbieter erworben zu haben. Die Telekom hatte den Kauf von VoiceStream dagegen damit begründet, dass das Unternehmen als einziger Anbieter ein landesweites Netz mit dem in Europa verbreiteten Standard GSM besitze. Durch die gleiche Netztechnik ließen sich unter anderem Größenvorteile beim Einkauf erzielen, argumentiert die Telekom.

Mit dem erneut kräftigen Kundenwachstum rückt T-Mobile nahe an den fünftgrößten Anbieter Nextel heran, der seine Kundenbasis im ersten Vierteljahr um 480 000 auf 11,1 Mill. Nutzer ausbaute. Der nach Kunden zweitgrößte Branchenanbieter Cingular gewann im Quartal 189 000 Kunden, AT&T Wireless 283 000 Neukunden und Sprint 199 000 Kunden.

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