Marktbedingungen sollen schlechter werden
Analyse: Schlechte Aussichten für Axa

Dem französischen Versicherer bescheinigen die Analysten zwar eine guten Zustand, allerdings sollen sich die Marktbedingungen deutlich verschlechtern.

vwd PARIS. Der erwartet solide Abschluss der Axa SA, Paris, im Geschäftsjahr 2000 dürfte nicht reichen, um dem Kurs der Aktie des französischen Versicherers entscheidenden Auftrieb zu verleihen. Viel aufmerksamer dürften Anleger verfolgen, wie das zu den größten Versicherern der Welt zählende Unternehmen die Aussichten im laufenden Jahr einschätzt. Zwar bescheinigen Analysten dem Konzern grundsätzlich einen guten Zustand, gleichzeitig warnen sie jedoch vor sich deutlich verschlechternden Marktbedingungen. Für 2000 erwarten die Analysten einen leichten Anstieg des Gewinns auf rund 2,3 Mrd Euro von 2 Mrd Euro im Vorjahr.

Die Umsätze sollten quer durch alle Sparten solide ausfallen. Bei Vorlage des Jahresergebnisses am Mittwoch werden viele Analysten das Hauptaugenmerk auf die noch nicht realisierten Gewinne von Axa aus früher eingegangen Kapitalbeteiligungen richten, die von Versicherern gerne zum Abfedern von schwierigen Jahren im Stammgeschäft verwendet werden. Damit entscheide sich, ob das Portfolio der Gruppe für schwierige Zeiten gerüstet sei. Makroökonomische Risken sehen Marktbeobachter vor allem in der sich abschwächenden US-Wirtschaft, in der Entwicklung des US-Dollar und besonders auch im japanischen Markt, wo Axa mit dem Kauf von Nippon Dentai Life Insurance stark engagiert ist.

Der Verlust von 74 Mrd Yen, den die japanische Tochter allein bis Ende September 2000 eingefahren hat, werde jedoch auf den Jahresabschluss keinen Einfluss haben, stellte Axa bereits im Vorfeld klar. Wenn sich die Märkte nicht stark verändern, sollte Axa im laufenden Jahr ein Wachstum des Nettogewinns von mindestens 10 % erreichen, fordert Michael Huttner, Branchenanalyst bei J.P. Morgan. Die wichtigste Aufgabe für den Vorstandsvorsitzenden Henri de Castries wird am Mittwoch also sein, die Anleger davon zu überzeugen, dass die Zukunft besser aussieht als sie scheint - darin sind sich die Analysten einig.

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