Marktbeobachter nicht überrascht
Wall Street: Futures deuten auf roten Quartalsauftakt

Die Zeichen stehen auf Rot an der Wall Street. Die Futures an den US-Märkten deuten zum Wochenauftakt ins Minus. Der S&P 500 notiert vorbörslich 6,8 Punkte unter dem Freitagskurs, der Nasdaq-Indikator steht mit 19 in den Miesen.

wsc NEW YORK. Marktbeobachter überrascht der schwache Wochenauftakt nicht. Die beiden letzten Handelstage hatten große Kursgewinne gebracht, weil viele Händler zum Quartalsende "window dressing" betrieben hatten. Am Donnerstag hatten sie Aktien gekauft, um die fond-lastigen Portfolios auszubalancieren, am Freitag hatten sie Kurse gepusht, um zum Ende des Septemberviertels ihre Portfolios aufzupolieren und höhere Gewinne ausweisen zu können.

Zu den vorbörslich meistgehandelten Aktien gehört am Montag das Papier von Chiphersteller Intel , das 1,4 % verliert. Die Analysten von Merrill Lynch hatten am Morgen die Gewinnschätzungen für den Chiphersteller und den Konkurrenten Advanced Micro Devices gesenkt. Intel wird im Laufe des Tages zwölf neue Chips vorstellen, die schneller, effizienter und vor allem kleiner sind als die bisherigen Modelle. Sie sollen in einer neuen, leichteren Notebook-Generation zum Einsatz kommen. Die Prozessoren sollen bereits im Oktober auf den Markt kommen.

Nach einem Upgrade von Morgan Stanley gewinnen vor Handelseröffnung die Aktien der Halbleiterbranche. Texas Instruments und Xilinx verbuchen vorbörslich Gewinne von 4,1 % beziehungsweise 2,2 %. Die Analysten von Salomon Smith Barney prophezeien der Sparte die lang ersehnte Wende für das nun laufende vierte Quartal. Die Ereignisse vom 11. September hätten den Turn um ein bis zwei Monate verzögert, sagen die Experten.

Größter Gewinner im Vorhandel ist der Biotech-Wert Millennium Pharmaceuticals . Die Aktie klettert um über 7 % und notiert auf 19,01 $. Merrill Lynch empfiehlt das Papier.

Siemens und Motorola geben beide frühe Gewinne wieder ab. Motorola hatte bekannt gegeben, seinen Funktelefon-Bereich mit dem deutschen Unternehmen zu verknüpfen. Das Wall Street Journal sieht in einem Bereichs-Merger ein Marktvolumen von 20 bis 25 Mrd. $. Auch die Funktelefon-Konkurrenten Nokia und Ericsson brechen im vorbörslichen Handel ein: beide verlieren etwa 4 %.

Auch in dieser Woche erwarten Marktbeobachter zahlreiche revidierte Quartalszahlen und Gewinnschätzungen der Unternehmen und Broker. Nach wie vor versuchen Unternehmen, die Schäden nach den Terror Attacken auf das Wolrd Trade Center in New York und das Pentagon in Washington zu beziffern und zu begrenzen.

Wie schon in der Vorwoche dürften auch am Montag alle Augen auf die Ölwerte gerichtet sein. Am frühen Montagmorgen brechen die Ölpreise erneut ein. Schon in den vergangenen zwei Wochen haben sie über 20 % nachgegeben, nachdem die Opec-Staaten erklärt hatten, die Fördermengen trotz der gesamtkonjunkturellen Schwäche nicht zu reduzieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%