Marktbeobachter rechnen mit weiter steigenden Kursen
Dax-Ausblick: Index geht auf die 5000er-Marke zu

Viele Börsenanalysten sehen leicht optimistischer in die kommenden Handelswoche an den deutschen Aktienmärkten.

HB/ddp-vwd DÜSSELDORF/BERLIN. Die Hoffnung auf weitere Zinssenkungen - mit positiven Wirkungen auf die Aktienmärkte - dürfte auf Grund verbesserter Inflationsdaten bleibt nach Ansicht der Bankgesellschaft Berlin weiter bestehen. Auf Grund der zunächst noch günstigen technischen Situation des Marktes und der hohen Mittelzuflüsse könnte der Aktienmarkt schon bald die 5 000er Marke im Dax erreichen, prognostizieren die Berliner Analysten.

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Nach einem mehr als zehn-prozentigen Kursanstieg des deutschen Leitindex in den vergangenen zwei Wochen glauben auch die Experten des Stuttgarter Privatbankhauses Ellwanger & Geiger, dass der Markt weiter ansteigen werde, wenn keine unerwartet schlechten Nachrichten kämen.

Rein charttechnisch gesehen könne der Dax weiter in seiner steilen Aufwärtstendenz fortschreiten kann, heißt es. Die Stuttgarter Banker sehen die nächste technische Hürde erst bei 5 000 Punkten erreicht. Jedoch sei angesichts der unverändert schlechten konjunkturellen Lage weiter ein "gewisses Unverständnis über den Anstieg angebracht", monieren sie gleichzeitig.

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Da die Börsen auf schlechte Konjunkturnachrichten wie den Ifo-Geschäftsklima-Index oder das Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute kaum noch reagierten, geht die Bankgesellschaft Berlin davon aus, dass der Konjunkturabschwung "bereits in hohem Maße in den Aktienkursen eingepreist ist".

Strohfeuer oder nachhaltiger Aufschwung?

Die Analysten der Frankfurter Commerzbank fragen sich, ob die Aktienmärkte endlich am Beginn eines längeren Aufschwungs oder die jüngsten Kursgewinne wieder nur ein Strohfeuer sind.

Auch sie verweisen darauf, dass der jüngste Kursanstieg offensichtlich im Widerspruch zu den schwachen Unternehmensgewinnen und Konjunkturdaten steht. Trotz der noch fehlenden Dynamik für einen nachhaltigen Kursschub in Amerika empfiehlt die Bank mittelfristig orientierten Privatanlegern selektive Blue Chip-Käufe.

Ähnlich sei die Lage in Europa, heißt es. Hier warteten viele Anleger aus Angst vor einer länger andauernden Konjunkturabkühlung noch ab. Diese dürfte aber in den Kursen bereits "weitgehend eingepreist sein", meinen die Analysten. Dabei böten sich gerade jetzt selektive Käufe an.

"Überraschend stabil" nennt die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank (DZ Bank) die aktuelle Aufwärtstendenz an den Aktienmärkten trotz "labiler fundamentaler Basis".

Mit Rückschlägen müsse immer gerechnet werden

Auf dem gegenwärtigen Kursniveau müsse immer wieder mit Rückschlägen gerechnet werden, warnen die Wertpapierstrategen. Neue Belastungen drohen nach Ansicht der Experten nicht nur von der derzeitigen Quartalsbericht-Hochsaison, sondern auch von der weiter unklaren Entwicklung im Afghanistan-Konflikt.

Grundsätzlich bleibe der US-Aktienmarkt wegen der "aggressiven geld- und fiskalpolitischen Konjunkturimpulse" dabei günstiger einzuschätzen als die europäischen Aktienmärkte, betont die DZ Bank.

In Deutschland stehen in der kommenden Woche wieder zahlreiche wichtiger Unternehmensergebnisse auf der Tagesordnung.

Quartalszahlen von Fresenius, VW und Deutsche Telekom

Am Montag berichten Phoenix, Vossloh und Qiagen über die Ergebnisse des dritten Quartals. Fresenius Medical Care, VW, Hannover Rück, Celanese und Continental stellen ihre Zahlen am Dienstag vor. Um 16.00 Uhr MESZ wird dann auch das Verbrauchervetrauen in den USA für Oktober veröffentlicht.

Zur Wochenmitte gibt es dann die Daten zum dritten Quartal von Deutscher Telekom, Metro, Intershop und Lambda Physik. Für die USA wird das Bruttoinlandsprodukt für das dritte Quartals bekannt gegeben und der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago veröffentlicht.

Der Donnerstag steht dann ganz im Zeichen der Deutschen Bank, die ihre Ergebnisse für das dritte Quartal 2001 bekannt geben. Am Nachmittag werden in den USA eine ganze Reihe wichtiger Konjunkturdaten veröffentlicht. Darunter unter anderem der Einkaufsmanagerindex für Oktober und die persönlichen Einkommen und Ausgabe für September. Am letzten Tag der kommenden Woche werden neben den Quartalszahlen von Dyckerhoff die US-Arbeitslosendaten für Oktober bekannt gegeben.

In der unten stehenden Tabelle finden Sie die mittelfristigen Anlageempfehlungen der Helaba Trust:

Helaba Trust

 

Gewinn je Aktie 00

Gewinn je Aktie 01

Gewinn je Aktie 02

Empfehlung

adidas Salomon4,014,855,43übergewichten
Allianz9,610,813,3neutral

BASF

2,022,663,38neutral (übergewichten)

Bayer

2,492,533,06neutral

BMW

1,632,312,48neutral

Commerzbank

2,602,412,60neutral

DaimlerChrysler

3,470,903,42neutral
Dt. Bank7,937,108,20neutral
Degussa2,051,743,22übergewichten
Dresdner Bank3,322,382,68untergewichten (neutral)
Dt. Post1,371,501,40übergewichten
Dt. Telekom-0,060,140,48neutral

E.ON

5,164,146,33übergewichten (neutral)

Epcos

3,684,334,75neutral

FMC

2,532,783,47neutral

Henkel

Vz.
3,213,443,95übergewichten
HypoVereinsb2,503,724,02neutral

Infineon

1,831,531,96neutral

Lufthansa

1,701,701,90neutral

Linde

2,292,602,80neutral

MAN

2,522,552,80übergewichten

Metro

1,101,301,40übergewichten
Münchner Rück.7,408,609,80neutral
Preussag1,922,102,30untergewichten

RWE

2,242,482,75übergewichten

SAP

Vz.
2,023,163,85neutral

Schering

1,702,152,47neutral

Siemens

4,465,005,51neutral
Thyssen Krupp1,021,031,27neutral

Volkswagen

4,656,296,99übergewichten
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