Markteintritt in Japan
Asien wird für Metro zum Wachstumsmotor

Deutschlands führender Handelskonzern Metro macht sich mit seiner Auslandsexpansion zunehmend unabhängiger von der Konjunktur im Inland. Auf seinem Expansionskurs hat der Konzern jetzt Japan erreicht.

HB/dpa TOKIO/DÜSSELDORF. Der Auslandsanteil am Konzernumsatz werde voraussichtlich zum Ende des kommenden Jahres die Marke von 50 Prozent erreichen, sagte der Vorstandsvorsitzende Hans-Joachim Körber am Mittwoch bei der Eröffnung der ersten Filiale in Japan. Die Metro AG sei damit nun in 26 Ländern mit rund 2300 Filialen vertreten.

Japan ist nach China und Vietnam das dritte asiatische Land, in dem die Metro AG mit ihrer gleichnamigen Großhandelstochter aktiv ist. Der erste Großhandelsmarkt für Gewerbetreibende steht in der Stadt Chiba, die zum Großraum Tokio gezählt wird. Der Düsseldorfer Konzern stützt sich bei seinem Markteintritt in Japan auf den einheimischen Partner Marubeni. Das Universalhandelshaus ist mit 20 Prozent an dem japanischen Metro-Unternehmen beteiligt.

Körber bewertete den Start in Japan als einen bedeutenden Schritt des Konzerns. "Damit halten wir den Schlüssel zu den Handelsmärkten Asiens in der Hand", betonte er. Japan ist nach den USA die weltweit zweitgrößte Volkswirtschaft. Die Metro will 2003 im Großraum Tokio einen zweiten Markt eröffnen und in einem Jahr über das weitere Vorgehen entscheiden. Körber sieht in dem 126 Millionen Einwohner zählenden Land Potenzial für ein Netz von etwa 50 Metro-Märkten.

Die Investitionen in den ersten japanischen Metro-Markt beliefen sich auf 25 Millionen Euro. Mit frischen Lebensmitteln wie Fisch und Gemüse will Metro Kunden vor allem in der Gastronomie gewinnen. Das Konzept, ein breites Angebot an Lebensmitteln sowie Restaurant- und Küchenbedarf für Gewerbetreibende unter einem Dach zu präsentieren, sei neu in Japan. Körber zeigte sich sehr optimistisch, dass die Metro AG auch im Land der aufgehenden Sonne Erfolg haben wird. Die Qualitäts- und Frischeansprüche der Japaner gelten als besonders hoch.

Der Vorstand kündigte an, dass die Großhandelssparte im kommenden Jahr in Indien starten werde. In China soll bis 2007 ein Filialnetz mit 40 Standorten geknüpft werden. Bisher gebe es im Reich der Mitte 15 Metro-Märkte. In Vietnam will Metro etwa 150 Millionen Euro in ein landesweites Großhandelsnetz mit acht Märkten investieren. Aber auch die Geschäfte in Osteuropa seien ein starker Wachstumsmotor für die Metro AG. In der Ukraine soll 2003 der erste Metro-Markt öffnen.

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