Markthintergrund
Märkte warten auf Greenspan-Rede

Die internationalen Finanzmärkte haben am Donnerstag auf weitere Hinweise von US-Notenbank-Chef Alan Greenspan zu Lage und Perspektiven der US-Wirtschaft gewartet.

Reuters WASHINGTON. Greenspan wollte gegen 16.00 Uhr (MEZ) in einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats sprechen.

Bereits vor gut einer Woche hatte der Notenbank-Chef vor dem Finanzausschuss des Repräsentantenhauses gesagt, die US-Wirtschaft stehe vor dem Ende der Rezession. Die Erholung werde aber moderat ausfallen, fügte Greenspan damals hinzu.

"Ich denke, Greenspan wird optimistischer sein", sagte Greg Valliere, Geschäftsführer bei Schwab Washington Research, mit Blick auf die für Donnerstag erwartete Rede des Notenbank-Chefs. "Diese Wirtschaft wird keine schwache Erholung haben. Ich denke eher, sie wird robust sein."

Falls Greenspan seine Betonung auf das Potenzial einer soliden Erholung legt, könnte dies Analysten zufolge an den Märkten als Zeichen für mögliche Leitzinserhöhungen interpretiert werden. Andere Experten zeigten sich allerdings überzeugt, dass die Fed mit Zinsschritten nicht in Eile sei, solange der Ausblick für bestimmte Schlüsselbereiche der Wirtschaft noch unklar sei.

Fragerunde könnte neue Einblicke geben

In der Regel präsentiert Greenspan bei seinen beiden halbjährlichen Auftritten vor den Parlamentsausschüssen dieselbe Rede. Im Anschluss an seine Ausführungen beantwortet er jeweils Fragen der Parlamentarier.

Dort könnte er am Donnerstag auf die jüngsten Entwicklungen seit seiner Rede in der vergangenen Woche eingehen. "Die Möglichkeit, neue Wirtschaftsdaten einzuflechten, hat er wahrscheinlich in der Fragerunde", sagte Lyle Gramley, ein ehemaliger Notenbank-Gouverneur, der nun den Verband der US-Hypothekenbanken berät.

Im vergangenen Jahr hatte die US-Notenbank (Fed) die Leitzinsen elf Mal gesenkt auf den niedrigsten Stand seit mehr als 40 Jahren.

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