Marktprognose optimistischer als noch zu Jahresbeginn
General Motors lobt Opel

Der US-Autohersteller General Motors (GM) und das deutsche Tochterunternehmen Opel schätzen die Entwicklung auf dem europäischen Automarkt besser ein als noch zu Jahresbeginn.

zel GENF. Michael Burns, Präsident von GM Europa, sagte im Gespräch mit dem Handelsblatt auf dem Genfer Automobilsalon, der Absatz werden nicht ganz so stark schrumpfen wie erwartet. Statt um eine Million Fahrzeuge, wie erwartet, werde der Verkauf wahrscheinlich nur um 750 000 Autos nachlassen.

Endgültige Klarheit über die mögliche Besserung gebe es derzeit allerdings nicht. Genaueres lasse sich erst in ein bis zwei Monaten sagen. Nach der Verkaufsentwicklung im Januar und Februar sieht sich Burns in seiner Prognose bestätigt, dass GM in Europa seinen Jahresverlust in 2002 auf etwa 350 Mill. $ halbieren kann. "Wir wollen die Halbierung erreichen", sagte er. Der neue Vectra - das Auto wird im April in Deutschland bei den Händlern eingeführt - soll einen wesentlichen Anteil zur Ertragsverbesserung beitragen. Durch neue Produktionsbedingungen sein beim Vectra verstärkte Kostensenkungen möglich.

Burns sagte außerdem, dass es keine weiteren Pläne zur Kapazitätsreduzierung geben werde. In den Opel-Werken Bochum und Antwerpen bleibe es dabei, dass jeweils eine Schicht aus der Produktion des Mittelklasse-Modells Astra herausgenommen wird. "Die wichtigsten Entscheidungen sind getroffen", betonte der Europa-Chef von GM. Damit reduziert das Unternehmen seine jährliche Kapazität um etwa 350 000 Fahrzeuge. Auch beim nächsten Astra - das Auto kann wiederum produktiver gefertigt werden - werde es auf jeden Fall mehr als ein Werk für dieses Modell geben. Opel und GM brauchten diese Kapazität auch in der Zukunft.

Burns bestätigte, dass der Verkaufsstart des neuen Astra um einige Wochen vorgezogen werde. Opel-Vorstandschef Carl-Peter Forster sagte wiederum dazu, dass der Golf-Konkurrent im Jahr 2004 auf den Markt komme. Noch nicht entschieden sei die Frage, ob die erste Version im September kommenden Jahres in Frankfurt auf der Automesse IAA zu sehen sein wird.

Im Frühjahr 2003 startet Opel auf jeden Fall den Verkauf eines neuen Minivans auf der Basis des Kleinwagens Corsa. Als "Concept M" ist dieses Auto in einer Vorstufe bereits auf dem Genfer Automobilsalon zu sehen.

GM-Vorstand Bob Lutz, Entwicklungschef des weltweit größten Automobilherstellers, sagte in Genf über die künftige Modellgeneration von Opel, das Rüsselsheimer Unternehmen erreiche damit ein "neues Niveau". Bei Opel gebe es inzwischen wieder guten Grund für Zuversicht. Besonders bei Qualität und Verarbeitung habe die deutsche GM-Tochter wieder deutlich zugelegt. Die Konzernzentrale in Detroit sei "sehr zufrieden" mit dem jetzigen Opel-Vorstand.

Lutz sieht jedoch keine Chance für einen Verkauf von Opel-Fahrzeugen in den USA, den vor allem der Betriebsrat ins Gespräch gebracht hatte. GM verkaufe dort schon genug verschiedene Marken. Einzelne Bauteile von Opel sollen jedoch in die USA gehen. Nach den Worten von Lutz ist etwa an den Einsatz der Vectra-Bodengruppe in amerikanischen Autos gedacht.

"Die nächste Generaltion von US-Fahrzeugen wird dadurch europäischer", betonte er. In Sachen Qualität hätten amerikanische Produkte noch einiges gegenüber europäischen Autos nachzuholen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%