Marktstudie
Explorer klar vor Netscape Navigator

Im Wettbewerb der Browser hat sich in den USA Microsoft deutlich von seinem Konkurrenten abgesetzt.

afp WASHINGTON. Microsoft hat mit dem Internet-Browser Explorer, dem Stein des Anstoßes im Kartellverfahren gegen den US-Softwarekonzern, eine unangefochtene Vormachtstellung auf dem Weltmarkt erlangt. Eine am Montag (Ortszeit) in Washington vorgestellte Studie des US-Marktforschungsunternehmens WebSideStory's StatMarket ermittelte einen Marktanteil von gut 86 Prozent für die Microsoft-Navigationssoftware. Der Konkurrent Netscape mit seinem anfangs führenden Browser Navigator kam nur noch auf 13,9 Prozent. Die Marktforscher hatten für ihre Studie 50 Millionen Seitenaufrufe im Internet ausgewertet.

Die US-Kartellbehörden hatten Microsoft vorgeworfen, seine weltweite Dominanz bei Betriebssystemen ausgenutzt zu haben, um Konkurrenten wie Netscape aus dem Markt für Internet-Zugangssoftware zu verdrängen. Vor Gericht wurde Microsoft inzwischen des Monopolmißbrauchs für schuldig befunden. Gegen die angeordnete Zerschlagung des Konzerns in zwei Teile will sich Microsoft in einem Berufungsverfahren zur Wehr setzen.

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