Marktstudie von Strategy Analytics
2003 gehen 492 Millionen Handys über die Ladentheke

Ein kräftiges Wachstum des weltweiten Markts für Mobiltelefone sagt das Forschungsinstitut Strategy Analytics für 2003 und 2004 voraus. Bis Jahresende 2003 werden der Marktstudie zufolge weltweit 492 Mill. Mobiltelefone verkauft. Dies würde der unter Preisdruck und schwacher Nachfrage leidenden Branche erstmals seit 2000 wieder ein spürbares Wachstum bescheren.

HB AMSTERDAM. Bis Jahresende werden einer Marktstudie zufolge von den Handy-Herstellern weltweit 492 Mill. Mobiltelefone verkauft werden. Dies würde der unter Preisdruck und schwacher Nachfrage leidenden Branche erstmals seit 2000 wieder ein spürbares Wachstum bescheren. Für das Jahr 2004 erwarten die Experten nochmals einen Zuwachs um neun Prozent auf 536 Millionen verkaufte Geräte.

Das renommierte US-Marktforschungsinstitut Strategy Analytics hob mit seiner jüngsten Prognose am Donnerstag seine bisherige Absatzschätzung von 455 Mill. Handys an. Die Absatzstatistiken der Hersteller weisen für das dritte Quartal eine Verkaufszahl von 132 Mill. Handy aus nach 109 Mill. im Vorjahreszeitraum. Die weltweit führenden Handy-Hersteller rechnen mit einem Jahresabsatz von rund 460 Mill. Mobiltelefonen.

Das Institut begründete die neue Schätzung mit den erwarteten Zuwächsen in Schwellenländern wie Russland, China und Indien sowie in den etablierten Mobilfunkmärkten in Europa, den USA und Asien. "Die Kombination von neuen Mobilfunkkunden in den Schwellenländern und steigende Verkaufszahlen von Kamera-Handys mit farbigen Bildschirmen in den etablierten Märkten hat das Wachstum auf beeindruckende Höhen getrieben", erklärte Marktanalyst Neil Mawston. Im Jahr 2002 waren weltweit rund 429 Mill. Handys verkauft worden.

Weltweit rangiert Nokia bei den Verkaufszahlen seit Jahren unangefochten an der Spitze. Seinen Weltmarktanteil bezifferte der finnische Konzern für das dritte Quartal mit 34,5 %. Nokia setzte in dem Zeitraum 45,5 Millionen Geräten ab. Zweitgrößter Hersteller ist der US-Produzent Motorola mit rund 15 % Weltmarktanteil (Absatz: 20,2 Millionen Geräte), gefolgt vom südkoreanischen Elektronik-Konzern Samsung (15,0 Millionen Geräte). Der Münchner Siemens-Konzern (11,5 Millionen Geräte) rangierte zuletzt auf Platz Vier vor LG Electronis aus Südkorea und dem Gemeinschaftsunternehmen Sony-Ericsson.

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