Marktumfeld hat sich verändert
BZ will von Finanz-Problemen nichts wissen

Die BZ Gruppe des Schweizer Financiers Martin Ebner ist Marktgerüchten entgegen getreten, wonach die Beteiligungsgesellschaft finanzielle Probleme habe.

Reuters ZÜRICH. "Das Marktumfeld hat sich verändert, aber es gibt keine Probleme," sagte die Verwaltungsratspräsidentin der zur BZ Gruppe gehörenden BZ Bank, Eveline Saupper, am Montag zu Reuters. Zudem sagte Sautter, BZ Bank stehe nicht zum Verkauf. Sautter ist Anwältin bei der Zürcher Wirtschaftskanzlei Homburger.

Am Markt hatte es zuvor geheissen, inländische und ausländische Finanzkonzerne könnten an Teilen der BZ Gruppe interessiert sein. In der Wochenendpresse hatte es zudem Spekulationen gegeben, verschiedene Banken würden die BZ Gruppe bei der Lösung von Problemen unterstützen.

Ebners rechte Hand, Kurt Schiltknecht, wollte die Spekulationen nicht kommentieren. BZ sei eine private Gesellschaft, die nur die Angaben mache, zu der sie verpflichtet sei. BZ habe in den vergangenen 15 Jahren Marktgerüchte nie kommentiert und wolle dies weiter so halten, so Schiltknecht.

Die BZ Gruppe leidet unter Kurseinbrüchen bei wichtigen Beteiligungen. Bei ABB, CS Group oder Rentenanstalt, bei denen die BZ Gruppe über verschiedene Tochtergesellschaften zu den grössten Aktionären gehört, hat sich der Wert im laufenden Jahr mehr als halbiert.

Neben 100-prozentigen Tochtergesellschaften wie der BZ Bank oder dem BZ Trust ist die BZ Gruppe auch Mehrheitsaktionärin der börsennotierten Beteiligungsgesellschaften Pharma Vision, BK Vision, Spezialitäten Vision und Stillhalter Vision.

Ebner, der die BZ Gruppe kontrolliert, gehörte in den 90-er Jahren zu den stärksten Verfechtern der Aktionärsinteressen und erzielte mit Beteiligungen etwa an Roche grosse Gewinne für seine Aktionäre. Zudem leitete er grosse Firmenzusammenschlüsse ein und kämpfte für die Einführung von Einheitsaktien.

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