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Markus Koch

Korrespondent an der New Yorker Wall Street empfiehlt "Where are the customers Yachts?" von Fred Schwed.

An der Wall Street gibt es zwei Kategorien von Büchern. In der einen wird grosse Bewunderung hervorgerufen, die Kategorie der "ich mach Dich reich"-Schule. In der anderen geht es meist um die bösen Broker, Analysten und wohl auch Journalisten als die Schuldigen der nun aufgelaufenen Verluste. Überflüssig zu sagen, dass die erste erwähnte Kategorie immer im Vorfeld und die zweite erst im Nachhinein geschrieben wird. Die Trennungslinie liegt um den April 2000.

Wer in dieser doch schwierigen Börsenzeit über sich selbst und über das allgemeine Fehlverhalten anderer Investoren, Analysten oder Broker schmunzeln möchte und die nötige Portion Ironie mit bringt, der kommt an meinem Lieblingswerk nich vorbei: "Where are the customers Yachts?" von Fred Schwed. Erschienen um 1940 und derzeit leider nur in Englisch erhältlich. In diesem Buch geht es natürlich um das bunte Treiben an der Wall Street. Einer Straße, mit einem Fluß an einem Ende und einem Friedhof am anderen. Eine alte Börsenweissheit, die einen wichtigen Aspekt ausgelassen hat, den Kindergarten, der zwischen beiden Enden liegt. Kein anderes Buch beleuchtet die vielen Sinn- und Unsinnigkeiten dieser Spielwiese für Erwachsene derart intensiv.

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