Martin Schmidt kann wieder überzeugen
Alle deutschen Springer qualifiziert

Alle deutschen Skispringer haben die Qualifikation zum Auftaktspringen der 52. Vierschanzentournee überstanden. Martin Schmitt fand in Oberstdorf wieder zu alter Form.

HB BERLIN. Alle acht deutschen Skispringer haben sich für das Auftaktspringen der 52. Vierschanzentournee qualifiziert. Auf der für 16,6 Millionen Euro umgebauten Anlage in Oberstdorf ragte dabei der lange Zeit erfolglose Martin Schmitt heraus.

Vor 23.000 Zuschauern in der ausverkauften «Allgäu-Arena» belegte der Furtwangener mit 130,5 Metern den dritten Platz in der Qualifikation. Allerdings musste Schmitt seinen Schanzenrekord abgeben. Denn der Norweger Sigurd Pettersen gewann mit 134 Metern die Qualifikation und schaffte den weitesten Sprung, der je in Oberstdorf gezeigt wurde.

Damit trifft Schmitt am Montag (Beginn 13.45/live auf RTL) im K.o. -Modus auf den Slowenen Robert Kranjec. Die Sieger der 25 Paare qualifizieren sich für den Finaldurchgang. Hinzu kommen die fünf punktbesten Verlierer (Lucky Looser).

Nach den enttäuschenden Auftaktwochen war Schmitt nach seinem positiven Sprung erleichtert. «Ich bin zufrieden, dass mir ein guter Sprung gelungen ist. Ich hatte ein bisschen gebraucht, um mich auf die Schanze einzustellen», sagte Schmitt erleichtert. «Ich hoffe, dass es jetzt einfacher geht. Auf den Sprung kann ich aufbauen», so der vierfache Weltmeister und dreimalige Sieger in Oberstdorf (1999 bis 2002).

Nicht viel schlechter schnitt Maximilian Mechler ab. Der Jungstar kam auf 129 Meter (128,2). «Hoffentlich klappt es am Montag genauso und die Wetter-Verhältnisse bleiben stabil. Dann gewinnt endlich mal der Beste.» Die automatisch qualifizierten Michael Uhrmann und Sven Hannawald kamen nach einer Verkürzung des Anlaufs auf 122,5 und 119 Meter.

Auf beide Springer warten attraktive Gegner im ersten Durchgang. Hannawald muss sich mit dem Österreicher Andreas Goldberger messen. Uhrmann trifft auf Stephan Hocke, der mit 116 Metern für das schlechteste deutsche Qualifikationsergebnis sorgte.

Georg Späth, der am Samstag als erster Springer die neue Schanze einweihen durfte, konnte seine aufsteigende Tendenz bestätigen. Der Lokalmatador sicherte sich mit 126 Metern (126,8) einen Platz für den Wettbewerb am Montag. «Das waren jetzt drei gute Sprünge. Ich habe mich auf die Schanze eingestellt.» Späth hatte mit dem zweiten Trainingssprung am Vormittag sogar 130 Meter gestanden.

Für eine Überraschung sorgte Jörg Ritzerfeld. Dem Nachrücker aus Oberhof gelangen auch 126 Meter (126,3). «Auf so einen Sprung hatte ich gehofft. Jetzt weiß ich, wie man diese Schanze springen muss. Ich rechne mir etwas für den Wettbewerb aus.» Auch Alexander Herr konnte überzeugen. Der Rückkehrer in das Weltcup-Team landete ebenfalls bei 126 Metern, erhielt aber nicht ganz so gute Noten (125,8).

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