Masse an Anträgen
Staatsanwaltschaft prüft Ermittlungen gegen EM.TV

Den Vorwurf, das Medienunternehmen habe die wirtschaftlichen Verhältnisse verschleiert, kommentierte ein Sprecher mit den Worten: "Wir haben immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt."

Reuters MÜNCHEN. Die Staatsanwaltschaft München I prüft nach Eingang mehrerer Strafanzeigen, ob gegen den Medienkonzern EM.TV Ermittlungen eingeleitet werden. Oberstaatsanwalt Manfred Wick bestätigte am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters den Eingang mehrerer Anzeigen. "Es laufen den ganzen Vormittag schon mehrere Anzeigen ein", sagte Wick. Auch die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat nach eigenen Angaben gegen den am Frankfurter Neuen Markt notierten Medienkonzern Strafanzeige gestellt.

Als Grund führte die DSW die Befüchtung an, dass im Rahmen der Geschäftsführung der EM.TV die tatsächlichen wirtschaftlichen Verhältnisse des Unternehmens mehrfach seitens ihrer Führungskräfte verschleiert worden seien.

Der Münchner Medienkonzern hatte am 1. Dezember seine Gewinnprognosen für das Jahr 2000 drastisch reduziert. Noch bis Mitte November hatte EM.TV laut DSW an seinen Planzahlen für das Gesamtjahr festgehalten. Ein EM.TV-Sprecher sagte zu den Vorwürfen, der Vorstand habe die wirtschaftlichen Verhältnisse verschleiert: "Wir haben immer nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt."

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