Masse an Käufern fehlt
Neuer Markt zeigt sich lustlos

Bis gegen 14.10 Uhr MESZ legte der Nemax-All-Share-Index um 0,31 % auf 5144,94 Zähler zu. Das Blue-Chip-Barometer Nemax50 zeigte sich mit einem Plus von 0,03 % auf 5603,04 Punkte nahezu unverändert.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt hat sich am Donnerstagmittag lustlos gezeigt. Bis gegen 14.10 Uhr MESZ legte der Nemax-All-Share-Index um 0,31 % auf 5144,94 Zähler zu. Das Blue-Chip-Barometer Nemax50 zeigte sich mit einem Plus von 0,03 % auf 5603,04 Punkte nahezu unverändert. Händler sagten, es sei ruhig und es sei nicht viel los. Ingesamt gebe es am Neuen Markt keine großen Abweichungen, so dass sich das Wachstumssegment nahezu unverändert zeige, sagte ein Börsianer. Das Markumfeld sei weiterhin nicht so positiv. Noch befinde sich das Wachstumssegment in einem Zyklus, in dem es nicht viel Potenzial nach oben gebe, sagte ein Händler. "Es fehlt die Masse an Käufern. Einzelne Aktien laufen gut, insgesamt stecken wir aber in einem tiefen Sommerloch", sagte ein Händler.

Die US-Technologiebörse Nasdaq war am Mittwoch um 1,33 % auf 4029,60 Punkte gestiegen, was dem höchsten Stand der vergangenen vier Wochen entspricht. Gute Vorgaben würden derzeit kaum zur Kenntnis genommen, da der Neue Markt immer noch seitwärts tendiere, sagt ein Händler. Der für den Nasdaq-Auftritt am Donnerstag trendbestimmende Nasdaq-100-Future deutete mit einem Plus von zehn Punkten auf eine gut behauptete Tendenz hin.

Erstmals am neuen Markt debütierte am Donnerstag die Aktien von Blue C und Electronics Line. Die österreichische Blue C hat ein erfreuliches Debüt. Der erste Kurs wurde bei zwölf Euro festgelegt und lag damit deutlich über dem Ausgabepreis von 9,50 Euro. Im weiteren Verlauf notierten die Titel bei 12,05 Euro. Die Aktien der israelischen Electronics Line Inc. sind schwach in den Handel am Frankfurter Wachstumssegment gestartet. Mit 15,10 Euro lag ihr Eröffnungskurs deutlich unterhalb ihres am unteren Ende der Bookbuilding-Spanne liegenden Platzierungspreises von 16,50 Euro. Im weiteren Verlauf kletterte der Kurs aber auf 16,60 Euro.

Zu den größten Gewinnern am Neuen Markt gehörten die Aktien der Netlife AG mit einem Plus von mehr als 16 % auf 20,55 Euro. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr bei höherem Umsatz den Fehlbetrag ausgeweitet. Der Umsatz habe sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 490 % auf 10,17 Mill. Euro erhöht. Der Fehlbetrag habe sich zugleich auf 9,51 Mill. Euro von 4,583 Mill. Euro ausgeweitet. Ein Händler sagte, das Umsatzwachstum sei "fulminant". Der Ergebnisrückgang sei wachstumsbedingt und daher nicht "schlimm". Ebenfalls zulegen konnten die Aktien der Regensburger Feedback AG und zwar um fast zehn Prozent auf 9,88 Euro. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, für den deutschsprachigen Raum eine strategische Partnerschaft mit der Sun Microsystems GmbH geschlossen zu haben. Die vertraglich festgelegte Zusammenarbeit sei zunächst auf zwei Jahre befristet und habe ein Auftragsvolumen von über einer Million DM, hieß es.

Zu den größten Verlierern gehörten die Aktien der Gedys AG mit einem Minus von mehr als 21 % auf 8,51 Euro. Das Unternehmen wird nicht wie geplant im Geschäftsjahr 2000 die Gewinnschwelle erreichen. Gedys-Vorstandsmitglied Trutzhard Matzen sagte der Nachrichtenagentur Reuters, er sei zuversichtlich, dass das Unternehmen den Break Even im kommenden Jahr erreichen werde. Federn lassen mussten auch die Aktien des Indexschwergewichts EM.TV mit einem Minus von mehr als sieben Prozent auf 57 Euro. Händler sagten, es gebe einen größeren institutionellen Verkäufer. Die Halbjahreszahlen sei eigentlich "ganz gut", hieß es. Am Morgen hatte das Unternehmen mitgeteilt, im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres bei Umsatz und Ergebnis zugelegt zu haben.

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