Massenentlassungen
Südkorea stellt General Motors Ultimatum für Daewoo-Kauf

Südkorea hat dem US-Autokonzern General Motors ein Ultimatum für den Kauf von Daewoo gestellt. GM müsse sich bis Ende April entscheiden, sagte Industrieminister Shin Kook-Hwan am Donnerstag in Seoul.

afp SEOUL. Wenn bis dahin kein konkretes Kaufangebot vorliege, werde seine Regierung nach anderen Lösungen für den bankrotten Automobilhersteller suchen. Daewoo hatte in den vergangenen Monaten angekündigt, mit fast 7 000 Stellen ein Drittel seiner einheimischen Arbeitskräfte einsparen zu wollen, um die Kosten für eine mögliche Übernahme durch General Motors zu senken. Die Massenentlassungen führten zu Werksbesetzungen und gewaltsamen Protesten Tausender Arbeiter.



Die Mutterfirma des ehemals zweitgrößten Autokonzerns Südkoreas war im August 1999 unter einer 80-Mrd.-Dollar-Schuld (168 Mrd. Mark / 86 Mrd. Euro) zusammengebrochen und hatte Daewoo mit ins Verderben gerissen. Zunächst hatte Ford ein Kaufangebot für 6,9 Mrd. Dollar (14,5 Mrd. Mark / 7,4 Mrd. Euro) abgegeben, dieses aber im Herbst vergangenen Jahres zurückgezogen. Daraufhin bekundete General Motors - zu dem auch der deutsche Autobauer Opel gehört - Interesse und begann mit einer Finanzprüfung. Mehr geschah seitdem aber zum Ärger der Südkoreaner nicht.

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