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Massenflucht aus Hochsicherheitsgefängnis in Guatemala

ap GUATEMALA-STADT. Bei einer Massenflucht aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Guatemala sind fünf Menschen getötet worden. Die Häftlinge hatten sich offenbar während der Besuchszeit am Sonntag Waffen in die Anstalt bringen lassen und erschossen dann zwei Aufseher. 75 Gefangene konnten fliehen, zwei von ihnen ertranken bei dem Versuch, einen Fluss vor dem Gelände zu durchschwimmen, wie Innenminister Byron Barrientos erklärte. Sieben Häftlinge wurden von der Polizei gefasst.

Ein Häftling wurde noch vor der Flucht am Sonntagnachmittag von seinen Mitgefangenen erschossen. Einige Flüchtende brachten einen Bus in ihre Gewalt und nahmen kurzzeitig 14 Fahrgäste als Geiseln; andere stoppten Autos auf einer nahe gelegenen Autobahn. Hunderte Polizisten durchsuchten das Gelände um das Gefängnis in Escuintla, 50 Kilometer südlich von Guatemala-Stadt. Insgesamt verbüßten 140 Häftlinge in dem Hochsicherheitsgefängnis ihre Haftstrafe; mehr als die Hälfte von ihnen entkam. Die Polizei nahm den Gefängnisdirektor, seinen Assisten und 18 Wächter fest. Sie sollen von dem Waffenschmuggel gewusst und den geplanten Ausbruch geduldet haben. Es war die größte Massenflucht in der jüngeren Geschichte der guatemaltekischen Justiz.

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