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Massengrab östlich von Sarajevo entdeckt

ap SARAJEVO. Experten haben im serbisch kontrollierten Teil Bosniens ein Massengrab entdeckt und elf Leichen exhumiert. Wie die Moslemische Kommission für Vermisste Personen am Donnerstag mitteilte, lagen die Toten in einer 20 Meter tiefen Grube in der Nähe der Ortschaft Kalimanici, rund 30 Kilometer östlich der bosnischen Hauptstadt Sarajevo. Eine Sprecherin der Organisation sagte, es handle sich vermutlich um bosnische Moslems aus der Stadt Visegrad, die zu Beginn des Krieges 1992 von serbischen Soldaten exekutiert worden seien. Man rechne damit, in den nächsten Tagen etwa 50 Leichen zu exhumieren.

Nicht weit entfernt, im Tal des Praca-Flusses, fand die bosnische Polizei am späten Mittwochabend die Leichen von zwei vermissten Fischern. Die beiden Männer im Alter von 46 und 34 Jahren seien vermutlich auf eine Mine getreten, als sie Schutz vor einsetzendem Regen suchten. In Bosnien liegen als Folge des Krieges von 1992 bis 1995 noch einige Mill. Minen. Jeden Monat werden bei Explosionen Dutzende Menschen verletzt oder getötet.

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