Massenhafter Filmdiebstahl im Netz: Filmwirtschaft schlägt Alarm

Massenhafter Filmdiebstahl im Netz
Filmwirtschaft schlägt Alarm

Die Filmwirtschaft beklagt Riesenverluste der Branche, weil nach ihren Angaben ein "massenweiser Filmdiebstahl" durch Raubkopieren um sich greift.

HB/dpa BERLIN. Das Downloaden und Brennen von aktuellen Kinofilmen, sogar von noch nicht im Kino gestarteten Streifen habe im letzten Jahr explosiv zugenommen und sei zu einem Massenphänomen geworden, betonten die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft und die Produzentenvereinigung film20 am Dienstag unter Berufung auf eine umfassende Studie zum Raubkopierverhalten.

32 Mill. Deutsche ab zehn Jahren sind mittlerweile technisch in der Lage, CDs zu brennen, hieß es weiter. Im Jahr 2002 seien 15,5 Mill. Spielfilme aus dem Internet, hauptsächlich illegal, heruntergeladen worden. Alle Kinofilmangebote im Internet seien illegal, die Verbraucher wüssten das, betonte die Filmwirtschaft. Die Filme würden entweder in Filmtheatern abgefilmt oder bereits vorher in filmtechnischen Betrieben durch illegalen Mitschnitt gestohlen.

Als aktuelles Beispiel wird der Film "Anatomie 2" genannt, der im vergangenen Februar anliefe. Er sei massenhaft noch vor dem Kinostart illegal heruntergeladen worden. "Anatomie 2" hatte bisher etwa 800 000 Besucher, "Anatomie", der Vorläufer und erste Teil, kam auf 1,9 Mill. Besucher. "Dieser drastische Rückgang ist wohl im wesentlichen auf die zahlreichen Raubkopien im Netz zurückzuführen", betonten die Vertreter der Filmwirtschaft, die eine schnelle Hilfe des Gesetzgebers forderten.

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