Massenweise Dokumente sicher gestellt
Manipulationen bei Worldcom schon seit 2000

Die Unregelmäßigkeiten in den Bilanzen des angeschlagenen US-Telekom-Konzerns Worldcom reichen nach Angaben eines US-Abgeordneten offenbar bis in das Jahr 2000 zurück, ein Jahr weiter, als bisher angenommen.

Reuters WASHINGTON. Dokumente, die inzwischen kistenweise bei dem Unternehmen sicher gestellt wurden, enthielten Hinweise darauf, sagte der mit der Untersuchung der Worldcom-Affäre in den USA beauftragte US-Abgeordnete Billy Tauzin am Sonntag dem Fernsehsender ABC. Aus den bisher untersuchten Akten gehe hervor, dass der damalige oberste Worldcom-Finanzmanager Scott Sullivan von mindestens zwei damaligen Angestellten darauf hingewiesen wurde, dass Unternehmensangaben zu den Profiten künstlich aufgebläht würden. Diese Vorgänge reichten bis zum April 2000 zurück.

Der Finanzchef, der im vergangenen Monat in Zusammenhang mit den vom Unternehmen eingestandenen Falschbuchungen des Jahres 2001 entlassen wurde, aber auch andere Manager von Worldcom hätten die Hinweise der Mitarbeiter über die unlauteren Methoden der Bilanzbuchhaltung schon damals zu unterdrücken versucht. In einem separaten Fall habe ein Angestellter in London bereits im April 2000 das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Andersen auf eine unrichtige Buchung im Konzern aufmerksam gemacht, bei der 33,6 Mill. $ fälschlich dergestalt ausgewiesen worden seien, dass sie über Jahre hin abschreibungsfähig wurden.

Worldcom hatte Ende Juni mit dem Eingeständnis, dass das Unternehmen in seinem Zahlenwerk falsch gebuchte Aufwendungen in Höhe von fast 4 Mrd. $ entdeckt habe, die Finanzmärkte weltweit in Aufruhr versetzt.

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