Massiver Ergebniseinbruch
Beko und Brain Force werden keine Partner

kg WIEN. Der österreichische IT-Konzern Beko Holding AG, Wien, hat Gerüchte über eine mögliche Partnerschaft mit der ebenfalls am Neuen Markt gelisteten Brain Force AG, Wien, dementiert. Wie Beko-Chef Peter Kotauczek erklärte, würde er Brain Force gerne kaufen, "wenn ich die Mittel dafür hätte". Im Vorjahr war die Übernahme Bekos durch das in Wien und an der Easdaq notierte Internet-Unternehmen Yline gescheitert.

Aber nicht nur von der Partnersuche her war das Jahr 2000 für Beko ein sehr unerfreuliches Jahr. Das Ergebnis vor Steuern (Ebt) drehte von +8,7 auf-9,1 Mill. Euro, nach Steuern waren es-8,0 (+7,7) Mill. Euro. Das ergab einen Verlust je Aktie von 1,34 Euro nach einem Gewinn von 1,38 Euro im Jahr 1999. Der Umsatz sank um 2,9 % auf 77,7 (80,0) Mill. Euro. Die liquiden Mittel hätten sich von 60,9 auf 29,3 Mill. Euro halbiert.

Laut Kotauczek wären 2000 "einige Seifenblasen geplatzt". Damit seien nicht nur die vielen Dotcoms gemeint, sondern auch die Geschäftserwartungen von Beko im Zusammenhang mit dem Jahreswechsel 1999/2000 ("Y2K"). Insgesamt mussten für "Jahr-2000-fähige Produkte" Wertberichtigungen von 10,9 Mill. Euro gebildet werden. Die deutlichen Einbrüche des ersten Halbjahres konnten nicht mehr aufgeholt werden. Viele von Beko im Hinblick auf Y2K eingestellte Mitarbeiter mussten umgeschult werden. Alle negativen Aspekte wären jedoch mit der Bilanz 2000 abgedeckt.

Auch für Kotauczek selbst hat 2000 Folgen. Wegen der "schweren Managementfehler des vergangenen Geschäftsjahres" wechselte der Unternehmensgründer und Großaktionär mit Jahresende 2000 aus dem Chefsessel der operativen Beko Information GmbH in die Beko Holding AG. Auch das Führungsteam von Beko Deutschland, das von Wien aus die Deutschland-Tochter leitete, wurde ausgewechselt. Beko Deutschland wurde mit der im November erworbenen deutschen Palas Soft AG, Regensburg, fusioniert.

Für das laufende Jahr ist Kotauczek verhalten optimistisch. Die im Vorjahr auf 1,3 (8,5) % gesunkene Ebit-Marge soll wieder auf 10 % erhöht werden, ob das genügen wird, um aus den roten Zahlen zu kommen, darauf wollte sich der Vorstandschef nicht festlegen. Konkreter waren da schon die Börsenpläne von bis zu drei Töchtern bzw. Beteiligungen von Beko. type="person" value="? Deutschland, Beko" />

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