Maßnahme gegen übermotivierte Jung-Bergsteiger
Mount Everest: Nepal führt Altersgrenze ein

Der höchste Berg der Erde, der Mount Everest, ist nach dem Willen der nepalesischen Regierung für Jugendliche unter 16 Jahren künftig nicht mehr geeignet.

afp KATHMANDU. Die nepalesische Regierung führte mit sofortiger Wirkung eine entsprechende Altersgrenze ein, wie das nepalesische Tourismusministerium am Sonntag in Kathmandu mitteilte. Mit dieser Maßnahme sollten übermotivierte Nachwuchs-Bergsteiger davon abgehalten werden, ihre Grenzen zu überschreiten. Die Altersgrenze werde auch für die übrigen Berggipfel des Landes gelten.

Die nepalesische Regierung plant nach eigenen Angaben ferner, die Gebühren für Bergsteiger am Mount Everest zu senken. Künftig sollen diese nach der Zahl der Expeditionsteilnehmer gestaffelt werden, hieß es. Ein Alpinist, der den Mount Everest allein bezwingen will, muss demnach künftig 25 000 Dollar Gebühr (rund 32 000 Euro) zahlen. Bisher waren es 70 000 Dollar. Die Zahl der Bergtouristen in Nepal hat nach dem 11. September deutlich abgenommen. Auch Anschläge maoistischer Rebellen haben ausländische Bergsteiger von einem Besuch Nepals abgeschreckt.

Der bisher jüngste Bezwinger des 8 850 Meter hohen Mount Everest ist der Nepalese Temba Tsheri, der den Gipfel im vergangenen Mai im Alter von 16 Jahren und 13 Tagen erreichte. Bisher wagten sich über tausend Menschen an den gefährlichen Aufstieg. Immer wieder kam es zu tödlichen Unfällen.

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