Massud bei Explosion verletzt
Militärchef der afghanischen Opposition überlebt Anschlag

Der Militärchef der gegen die Taliban kämpfenden afghanischen Opposition hat einen Mordanschlag verletzt überlebt. Achmed Schah Massud werde in einem Krankenhaus im Norden Afghanistans behandelt, sagte ein Sprecher der Opposition am Montag, einen Tag nach dem Selbstmordattentat.

ap KABUL. Die Attentäter, vermutlich Algerier, hätten sich als Journalisten ausgegeben und während eines vermeintlichen Interviews die Bombe gezündet. Der Sprecher machte die radikalislamische Taliban-Miliz als Drahtzieher verantwortlich. Der 49-jährige Massud war von 1992 bis 1996, vor der Machtübernahme der Taliban, afghanischer Verteidigungsminister.

Das Attentat ereignete sich in Chodja Bahauddin, einem Stützpunkt der Opposition im Norden des Landes. Der Sprengsatz sei vermutlich in der Kamera versteckt gewesen, sagte Oppositionssprecher Bismilla Chan in Kabul. Bei der Explosion wurde ein Berater Massuds getötet und der Botschafter der Oppositionsgruppen in Indien, Massud Chalili, verletzt. Einer der Attentäter kam bei der Detonation ums Leben, der zweite wurde von Massuds Leibwächtern erschossen.

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