Massud soll auf dem Weg der Besserung sein
Afghanischer Oppositionsführer lebt offenbar

Nach dem Anschlag am Sonntag soll sich Achmed Schah Massud nach Angaben eines engen Vertrauten langsam von seinen Verletzungen erholen. Am Dienstag hieß es noch, er sei tot.

afp DUSCHANBE. Der "Außenminister" der afghanischen Opposition werde Massud noch am Mittwoch an seinem Krankenbett besuchen, teilte Massuds Militärberater Muchamadsalech Regichstani in der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe mit. Massuds Aufenthaltsort nannte er nicht, doch mehreren Berichten zufolge soll er sich an der Grenze zu Tadschikistan befinden. Seit dem Anschlag am Sonntag gab es widersprüchliche Angaben darüber, ob Massud dabei zu Tode kam. Diplomaten in Paris und der tadschikischen Hauptstadt Duschanbe teilten am Dienstag übereinstimmend mit, Massud sei tot.

Der Anschlag war von zwei Männern verübt worden, die sich als Journalisten ausgegeben und sich so Zugang zu Massuds Residenz im Norden Afghanistans verschafft hatten. Der in einer Kamera versteckte Sprengsatz explodierte bei dem fingierten Interview. Dabei kamen die beiden Attentäter und einer von Massuds Leibwächtern ums Leben. Massud, eine der Symbolfiguren des afghanischen Widerstands gegen die Sowjet-Besatzung, kämpft seit Ende 1994 gegen die radikalislamische Taliban-Miliz. Seine Anhänger kontrollieren etwa zehn Prozent der Landesfläche.

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