"Master- Plan 2020"
Frankfurter Messe will Ausstellungsfläche erweitern

Die Frankfurter Messe, die drittgrößte der Welt, will bis 2020 kräftig in ihren Ausbau investieren.

dpa-afx FRANKFURT. Messechef Michael von Zitzewitz kündigte am Dienstag einen "Master- Plan 2020" an. Danach soll die Ausstellungsfläche der Messe durch den Bau neuer Hallen um rund ein Fünftel erweitert werden.

Über das geplante Investitionsvolumen des Ausbaus machte von Zitzewitz keine Angaben. Einen Bericht der "Frankfurter Rundschau" unter Bezug auf Aufsichtsratskreise, nach dem der Ausbau rund eine Milliarde DM kosten soll, bestätigte von Zitzewitz nicht. Das Büro der Messe- Aufsichtsratsvorsitzenden, Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), wollte sich zu den Zahlen ebenfalls nicht äußern.

Dem Ausbau-Plan zufolge sollen im Südwesten des Messegeländes auf rund 100 000 Quadratmetern Grundfläche "ein bis zwei" neue Hallen entstehen. Die Messe verhandle derzeit mit der Bahn-Immobilientochter DB Imm über den Kauf des Geländes, sagte von Zitzewitz. Eine neue Halle 11 soll das Medienzentrum für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 beherbergen, falls Frankfurt den Zuschlag für das Zentrum erhält. Ziel des Ausbaus ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Messe zu sichern. So sollen künftig mehr Messen als bisher gleichzeitig stattfinden können.

Nach dem Ausbau sollen 400 000 Quadratmeter zur Verfügung stehen

Derzeit hat die Messe eine Grundfläche von 469 000 Quadratmetern, davon 320.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Nach dem Ausbau sollen im Jahr 2020 rund 400 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung stehen. In einer ersten Ausbau-Stufe waren im August 2001 bereits die rund 270 Mill. DM teure Messe Halle 3 sowie das 65 Mill. DM teure Forum fertig geworden. Im Dezember 2000 hatte die Messe angekündigt, bis 2010 rund 1,3 Mrd. DM in ihren Ausbau zu investieren.

Im Jahr 2001 steigerte die Messe Frankfurt GmbH ihren Umsatz um drei Prozent auf eine Rekordmarke von rund 628 Mill. DM. Wegen hoher Investitionen sank der Gewinn vor Steuern aber um 19 Mill. auf 72 Mill. DM. Für 2002 rechnete Messechef von Zitzewitz mit einer erneuten Umsatzsteigerung, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Wegen hoher Abschreibungen für die neue Messehalle 3 sowie der 2002 fehlenden Internationalen Automobilausstellung IAA werde der Gewinn im Jahr 2002 niedriger ausfallen, sagte von Zitzewitz.

Trotz der angespannten konjunkturellen Lage meldeten Fachmessen wie die Heimtextil ein Plus bei der vermieteten Ausstellungsfläche. Bei der Heimtextil im Januar sei erstmals ein Publikumstag geplant. Neu im Frankfurter Messe-Kalender ist die Gesundheitsmesse "Allergica" im Mai 2002. Im Jahr 2001 veranstaltete die Frankfurter Messe 48 Messen im Ausland sowie 32 Messen in Frankfurt mit rund 2,1 Millionen Besuchern. Infolge der Terroranschläge in den USA am 11. September hätten allerdings die Buchmesse sowie die IAA einen Besucherückgang von 14 sowie zehn Prozent verzeichnet.

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