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MasterCard will gegen AmEx-Urteil vorgehen

Der größte US-Kreditkarten-Anbieter, MasterCard, will gegen das Urteil eines US-Bundesgericht Berufung einlegen, das dem Unternehmen und Partner/Konkurrent Visa ihr monopol-ähnliches Auftreten am Markt untersagt. In einem Urteil, dass Experten historisch für das Kartellrecht nennen, verpflichtete eine Richterin in New York Visa und MasterCard, ihre Mitgliedsbanken von monopolistischen Verpflichtungen zu entbinden. Kreditinstitute, die bislang vertraglich an die Marktführer gebunden waren, müssen nun auch Karten von American Express und weiterer Anbieter akzeptieren. Für diese ist das Urteil ein gewaltiger Sieg, der die Marktanteile einzelner Firmen dramatisch verändern könnte. Zur Zeit halten Visa und MasterCard 75 Prozent des Marktes. Der Fall wurde bereits seit 1998 verhandelt, als die US Regierung erstmals Visa und MasterCard der Kartellbildung bezichtigt hatte. Die beiden Unternehmen konkurrierten nicht ernsthaft, lautete der Vorwurf, sondern arbeiteten gemeinsam gegen die Konkurrenz von dritter Seite. Noah Hanft, Chefberater von MasterCard, sieht das anders: "American Express hat Zugang zum Kunden. Das Unternehmen ist nicht vom Markt ausgeschlossen." Aktien von American Express legen am Mittwoch im Vorhandel 2,8 Prozent an Wert zu, das Papier von Morgan Stanley Dean Witter, der Bank hinter der weit verbreiteten Discover Card, wurde am frühen Morgen nicht gehandelt.

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