Matha Klinsmann ist stolz auf ihren Sohn
„Klinsi" unterschreibt Zwei-Jahres-Vertrag

Die peinliche Suche nach einem neuen Bundestrainer ist beendet. Nachdem sich der DFB in den vergangenen Wochen durch täglich wechselnde Kandidaten zum Gespött der Nation gemacht hat, hat sich Ex-Nationalspieler Jürgen Klinsmann mit dem Verband nun auf einen Zwei-Jahres-Vertrag als Teamchef der deutschen Nationalmannschaft geeinigt.

HB BERLIN/MÜNCHEN. Auch wenn die Unterschrift unter den in den entscheidenden Eckpunkten ausgehandelten Kontrakt noch fehlt, hat der designierte Nachfolger von Rudi Völler seine Arbeit als Teamchef praktisch aufgenommen. Von seiner alten Heimat Stuttgart aus bastelt der Ex-Nationalspieler nach der wichtigen finanziellen Einigung mit dem Verband intensiv an einer Komplett-Lösung, die Fußball-Deutschland 2006 bei der WM im eigenen Land konkurrenzfähig machen soll. So traf sich Klinsmann bereits mit seinem Ex-Sturmpartner Oliver Bierhoff, der im neuen Führungsteam als Manager vorgesehen ist, um die Aufgabenverteilung festzulegen.

Drei Wochen vor dem ersten Länderspiel der Nationalmannschaft nach der Europameisterschaft am 18. August in Wien gegen Österreich ist ein Scheitern einer Klinsmann-Verpflichtung kaum noch denkbar. Der DFB hat mit dem designierten Nachfolger von Rudi Völler bereits die wichtigsten Voraussetzungen für eine Zusammenarbeit geschaffen. "Jürgen Klinsmann und der DFB haben sich gemeinsam darauf verständigt, dass der Teamchef einen Zweijahresvertrag unterschreiben soll", teilte DFB-Sprecher Harald Stenger am Montag mit. Die wichtigen finanziellen Verhandlungen mit dem Weltmeister von 1990 konnten bereits bei der Verhandlungsrunde am vergangenen Samstag in Stuttgart abgeschlossen werden. "In den noch ausstehenden Gesprächen geht es ausschließlich um sportliche Details", erklärte Stenger.

Die vordringliche Aufgabe von Klinsmann ist es nun, die geplante Zusammenarbeit mit Bierhoff und dem als Trainer vorgesehenen Holger Osieck fix zu machen. Auch mit diesen beiden verhandelt der DFB, der am Montag Medienberichte dementierte, wonach die Verpflichtung des neuen Führungstrios für die DFB-Auswahl den Verband bis 2006 insgesamt zehn Mill. ? kosten würde. "Die Größenordnungen der Gehälter, über die derzeit in Zusammenhang mit den Verhandlungen mit Klinsmann, Bierhoff und Osieck spekuliert wird, sind absolut unzutreffend. Die finanziellen Konditionen orientieren sich an einem für das jeweilige Aufgabenfeld angemessenen Rahmen", betonte Verbandssprecher Stenger.

Für den designierten Team-Manager Bierhoff muss klar abgesteckt sein, "was mich erwartet". Seine wichtigsten Betätigungsfelder dürfte der ehemalige DFB-Kapitän vermutlich als Kontaktmann zur Bundesliga, zu Sponsoren und Medien finden. Klinsmann will sich allerdings erst wieder öffentlich äußern, wenn sein gesamtes Zukunfts-Paket in trockenen Tüchern ist, wie er über einen Vertrauten mitteilen ließ. Auch Bierhoff blieb im Hintergrund. "Wir sagen im Moment nichts. Wir müssen das erst intern klären", meinte sein Manager Peter Olsson, der sich am Montag darüber wunderte, dass einige Details bereits wieder in den Medien diskutiert wurden.

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