Maul- und Klauenseuche in Argentinien aufgetreten
EU verhängt Importstopp für Frischfleisch aus Argentinien

Das Einfuhrverbot gilt für Frischfleisch von allen Tierarten, die sich mit dem Virus infizieren können.

dpa BRÜSSEL. Die EU hat wegen des Auftretens der Maul- und Klauenseuche in Argentinien ein Einfuhrstopp für Frischfleisch aus dem südamerikanischen Land verhängt. Frischfleisch von allen Tierarten, die sich mit dem Virus infizieren könnten, dürfen zunächst bis zum 15. April nicht mehr in die Europäische Union eingeführt werden. Wie ein Sprecher von EU-Verbraucherschutzkommissar David Byrne am Mittwoch in Brüssel bestätigte, ist "die unklare Situation hinsichtlich der Maul- und Klauenseuche" der Grund für die Vorsichtsmaßnahme.

Nach Angaben der EU-Kommission ist Argentinien niemals von der Gemeinschaft als Maul- und Klauenseuchenfrei angesehen worden, weshalb auch bislang nur Fleisch ohne Knochen unter strikten Auflagen in die Union importiert wurde. Für bestimmten Regionen des Landes, wo die Tierseuche regelmäßig auftrete, bestehe ohnehin ein EU- Importembargo. Weil nun "klare und verlässliche Informationen über die derzeitige Lage in Argentinien fehlen", ist der regionale Ansatz nicht mehr länger aufrecht zu erhalten, hieß es weiter.

Hinzu komme, dass das südamerikanische Land seine Frischfleisch- Exporte in die USA, nach Kanada und Chile ausgesetzt habe, nicht aber in die EU. Deshalb sei man nun selbst tätig geworden. Darüber hinaus kündigte die Brüsseler Behörde an, eine Expertengruppe nach Argentinien zu entsenden, um die Situation vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Die Maßnahmen gegen Argentinien waren am Dienstagabend vom Ständigen EU-Veterinärausschuss vorgeschlagen werden. Die EU- Kommission nimmt diese Expertenempfehlungen im Anschluss formlos an.

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