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Mauresmo gegen Davenport im Finale von Filderstadt

Tenniskönigin Amélie Mauresmo hat das Zepter nicht aus der Hand gegeben und greift nach der nächsten Trophäe. Die Französin zog in das Endspiel des mit 650 000 Dollar dotierten WTA-Turniers in Filderstadt ein und hat damit ihren ersten Platz in der Weltrangliste verteidigt.

dpa FILDERSTADT. Tenniskönigin Amélie Mauresmo hat das Zepter nicht aus der Hand gegeben und greift nach der nächsten Trophäe. Die Französin zog in das Endspiel des mit 650 000 Dollar dotierten WTA-Turniers in Filderstadt ein und hat damit ihren ersten Platz in der Weltrangliste verteidigt.

Sie besiegte im Halbfinale die US-Open-Gewinnerin Swetlana Kusnetsowa (Russland) 7:5, 6:4. In Mauresmo und Lindsay Davenport (USA) kämpfen nun die beiden besten Spielerinnen der Welt um 98 500 Dollar Siegprämie oder einen Porsche-Sportwagen.

Die 28 Jahre alte Davenport setzte sich mit 6:2, 6:4 gegen Kusnetsowas Landsmännin Anastasia Myskina durch. Nach der "russischen Revolution" bei den Grand-Slam-Turnieren in diesem Jahr scheint den Profis aus Moskau und St. Petersburg am Ende des Jahres das Stehvermögen zu fehlen. Maria Scharapowa, die in Wimbledon triumphiert hatte, fehlte zwar in Filderstadt und gewann derweil in Tokio, doch French-Open-Gewinnerin Myskina und US-Open-Siegerin Kusnetsowa waren die großen Verliererinnen.

Die vom Stuttgarter Jens Gerlach trainierte Myskina haderte wieder einmal mit sich selbst und fand gegen Davenport selten ihren Rhythmus. Hingegen kann Davenport nun zum zweiten Mal nach 2001 in Filderstadt gewinnen. Wäre Mauresmo im Halbfinale ausgeschieden, dann hätte die Amerikanerin mit einem Turniersieg die Französin vom Thron stoßen können. Am 13. Juni 2001 war Davenport letztmals die Nummer eins. Der Vorsprung zu Mauresmo ist geschrumpft, und die Olympiasiegerin von 1996 hat es eilig, noch einmal an die Spitze zu kommen: Spätestens 2006 will sie aufhören.

Mauresmo und Kusnetsowa hatten sich eine hochklassige Partie geliefert und die Bälle mit großer Vehemenz um die Ohren geschlagen. Die kräftige Russin, mit 19 Jahren die jüngste Spielerin im Teilnehmerfeld, erwischte den besseren Start. Die an Nummer eins gesetzte Turnierfavoritin hatte zunächst Mühe, ihre Aufschlagspiele durchzubekommen. Doch Mauresmo nutzte die erste Schwächephase Kusnetsowas und entschied mit einem Break zum 6:5 den ersten Satz für sich.

"Ich hatte eine Breakchance und die habe ich gleich genutzt", analysierte die Olympia-Zweite später. "Sie hat ihre vielen Chancen nicht genutzt. Aber es war ein hartes Spiel." Im zweiten Durchgang durchbrach Kusnetsowa zwar gleich das Aufschlagspiel ihrer Gegnerin zum 2:0, doch Mauresmo drehte den Spieß wieder um und nutzte die zahlreichen leichten Fehler der Weltranglisten-Fünften. Damit entschied Mauresmo die dritte Begegnung zwischen beiden in diesem Jahr für sich: Bereits in Berlin und bei den Olympischen Spielen in Athen waren sich die beiden gegenüber gestanden.

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