Mauresmo hält US Open offen
Rendezvous-Termin für Agassi und Hewitt

Bei den Herren gibt es ein Halbfinale mit Ansage, die Damen begrüßen einen Überraschungsgast in der Runde der letzten Vier. Mit ihrem unverhofften Sieg gegen Australian-Open-Siegerin Jennifer Capriati hat Amelie Mauresmo den US Open in New York den Status einer offenen amerikanischen Meisterschaft erhalten.

HB NEW YORK. Als einzige europäische Spielerin steht die Französin im Halbfinale des letzten Grand-Slam-Turniers des Jahres und fordert nun Titelverteidigerin Venus Williams heraus. Der Australier Lleyton Hewitt ist auf dem besten Weg, seinen Vorjahressieg in Flushing Meadows zu wiederholen. Dazu muss er am so genannten "Super-Samstag" in einem Spiel der Generationen Andre Agassi (USA) aus dem Weg räumen.

"Egal wie alt er ist, er sieht so fit aus wie eh und je", sagte der 21-jährige Hewitt voller Respekt über seinen mit sieben Grand- Slam-Titeln dekorierten Kontrahenten. Hewitt ist Weltranglistenerster und gewann nach den US Open im vergangenen Jahr Wimbledon. Bei einem Grand-Slam-Turnier haben sich die beiden Ausnahmekönner noch nie getroffen.

Das Rendezvous kam nicht zufällig zu Stande. Der topgesetzte Australier marschierte seinen Teil der Strecke von der Spitze der oberen Hälfte der Setzliste geradewegs ins Halbfinale und wurde nur vom Amerikaner James Blake zum Äußersten gezwungen. Der entkräftete Marokkaner Younes El Aynaoui konnte ihm nach seinem mitten in der Nacht beendeten Achtelfinale gegen den Südafrikaner Wayne Ferreira nicht Paroli bieten. Hewitt gewann mit 6:1, 7:6 (8:6), 4:6, 6:2.

Agassi spielt das 17. Jahr in Flushing Meadows und steht zum achten Mal im Halbfinale. Er ist ein Stück Inventar, ein bisschen angestaubt vielleicht, aber grundsolide. Vor den Augen seiner Ehefrau Steffi Graf macht er sich daran, in New York seinen dritten Titel nach 1994 und 1999 zu gewinnen und wirkt dabei konzentriert wie kein anderer Profi. Gegen den Weißrussen Max Mirnyi gab er zwar erstmals im Turnier einen Satz ab. Der mit 5:7 verlorene Tiebreak liest sich beim folgenden 6:3, 7:5, 6:3 aber eher wie ein Formfehler.

Ein echter Ausrutscher passierte indes Jennifer Capriati. Die an Nummer drei gesetzte Mitfavoritin stolperte auf dem Weg ins ebenfalls logisch erscheinende Halbfinale gegen Venus Williams über Amelie Mauresmo. "Ich weiß wirklich nicht, was passiert ist", rätselte Capriati nach ihrer spektakulären 6:4, 6:7 (5:7), 3:6-Niederlage gegen die 23-jährige Wimbledon-Halbfinalistin. Mauresmo bekommt es nun mit der Titelverteidigerin zu tun, die Monica Seles locker mit 6:2, 6:3 besiegte. Das andere Halbfinale bestreiten am Freitag die topgesetzte Serena Williams und Lindsay Davenport.

Capriati galt als einzige Spielerin, die in der Lage gewesen wäre, mit dem kraftvollen Spiel der beiden Williams mitzuhalten. Nun ist es an der athletischen Französin, das vierte Grand-Slam-Finale der Schwestern innerhalb eines Jahres zu verhindern. Ihre Bilanz gegen Venus Williams ist mit 0:4 Siegen ernüchternd, doch ihr Optimismus ungebrochen: "Vielleicht langweilt es die Leute, immer das gleiche Finale zu sehen. Ich habe ein gutes Gefühl."

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