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Mauresmo und Davenport im Halbfinale von Filderstadt

Amélie Mauresmo hat gute Chancen, ihre Regentschaft als neue Tenniskönigin zu verlängern. Die Weltranglisten-Erste aus Frankreich erreichte beim WTA-Turnier in Filderstadt durch ein souveränes 6:4, 6:1 über Lisa Raymond (USA) das Halbfinale.

dpa FILDERSTADT. Amélie Mauresmo hat gute Chancen, ihre Regentschaft als neue Tenniskönigin zu verlängern. Die Weltranglisten-Erste aus Frankreich erreichte beim WTA-Turnier in Filderstadt durch ein souveränes 6:4, 6:1 über Lisa Raymond (USA) das Halbfinale.

Ebenfalls in der Runde der letzten vier, der mit 650 000 Dollar dotierten Veranstaltung vor den Toren Stuttgarts, ist Mauresmos derzeit einzige Konkurrentin im Kampf um die Nummer eins, Lindsay Davenport. Die US-Amerikanerin hatte allerdings beim 6:4, 6:3 über die Qualifikantin Jelena Jankovic (Serbien & Montenegro) deutlich mehr Mühe. Die 28 Jahre alte Olympiasiegerin von 1996 könnte Mauresmo nur bei deren Scheitern im Halbfinale und dem eigenen Turniersieg von der Spitze der Weltrangliste verdrängen.

In der Runde der letzten vier trifft Davenport auf Anastasia Myskina, die sich im russischen Duell gegen Jelena Lichowtsewa 4:6, 6:0, 6:2 durchsetzte. Mauresmo spielt gegen Swetlana Kusnetsowa (Russland), die beim 6:4, 6:1 über die kolumbianische Qualifikantin Fabiola Zuluaga überzeugte.

Seit dem 13. September sitzt Amélie Mauresmo als erste Französin überhaupt auf dem Tennisthron und will diesen auch nicht so schnell räumen. "Es wäre ein Traum, wenn ich auch in der kommenden Woche die Nummer eins wäre", sagte die Zweite der Olympischen Spiele von Athen. Gegen Lisa Raymond überzeugte die 25-Jährige mit druckvollen Schlägen und acht Assen. "Ich wusste genau, wie sie spielt. Ich habe sie niedergerungen", erklärte Mauresmo. Nach nur einer Stunde war der sechste Sieg im sechsten Vergleich perfekt.

Zwar hat die in Genf lebende Französin noch kein Grand-Slam- Turnier gewonnen, doch weisen sie eine Machtbilanz von 52:9, drei Turniersiege (Berlin, Rom und Montreal) und drei Finalteilnahmen als konstanteste Spielerin dieses Jahres neben Davenport aus. "Das ist der nächste Schritt", sagte Mauresmo über ihren noch fehlenden Grand- Slam-Titel.

Einen genauen, wenn auch korrigierten Plan für ihre Zukunft hat auch Hauptkonkurrentin Lindsay Davenport. Statt, wie eigentlich vorgesehen, Ende des Jahres aufzuhören, legt sich die Filderstadt- Siegerin von 2001 nur noch auf diese Formel fest: "2006 ist definitiv Schluss." Drei Grand Slams und 44 Siege auf der WTA-Tour haben sie gelassener, aber nicht weniger ehrgeiziger werden lassen. "Ich sehe gute Chancen, das Jahr an der Weltranglisten-Spitze abzuschließen", lautet ihre Kampfansage an Mauresmo. Wenn nicht in Filderstadt, dann spätestens beim WTA-Finale vom 10. bis 15. November in Los Angeles.

Für die leidgeprüften deutschen Tennisdamen gab es in Filderstadt wenigstens im Doppel-Wettbewerb einen Grund zur Freude. Gleich drei von ihnen stehen im Halbfinale. Anna-Lena Grönefeld (Nordhorn) und Julia Schruf (Stuttgart) besiegten die an vier gesetzten Anastasia Myskina/Vera Zwonarewa (Russland) 6:4, 6:4 und treffen im Halbfinale auf Janette Husarowa (Slowakei) und Jelena Lichowtsewa (Russland). Marlene Weingärtner (Heidelberg) besiegte mit ihrer Partnerin Caroline Dhenin (Frankreich) die an drei eingestuften Alicia Molik (Australien) und Ai Sugiyama (Japan) 6:2, 7:5.

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