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Mauresmo will in Los Angeles Nummer eins stürzen

Gewonnen und doch verloren. Die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport hat bei den WTA-Championships in ihrer Heimatstadt Los Angeles zwar ihr letztes Match in der Roten Gruppe gegen Serena Williams gewonnen.

dpa LOS ANGELES. Gewonnen und doch verloren. Die Weltranglisten-Erste Lindsay Davenport hat bei den WTA-Championships in ihrer Heimatstadt Los Angeles zwar ihr letztes Match in der Roten Gruppe gegen Serena Williams gewonnen.

Doch Grund zum Feiern hatte die Kalifornierin nach dem 3:6, 7:5, 6:1 nicht. Trotz des zweiten Siegs gegen die Dauerrivalin schied die Lokalmatadorin wegen des schlechteren Satzverhältnisses (4:3) im Vergleich zu den gleichfalls mit 2:1- Erfolgen zu Buche stehenden Gruppenersten Anastasia Myskina (5:2) und Williams (5:3) aus. Die French-Open-Gewinnerin aus Moskau hatte das Halbfinale durch ein 6:3, 6:3 gegen die in drei Spielen sieglose Russin Jelena Dementjewa (5) gebucht.

Myskina trifft im Duell um den Einzug ins Finale bei der mit drei Mill. Dollar dotierten Veranstaltung auf Wimbledon- Siegerin Maria Scharapowa (6). Somit kam es erstmals in der Geschichte des auch als Weltmeisterschaft bezeichneten Turniers zu einem russischen Halbfinale. Im zweiten Semifinale forderte die jüngere der beiden Williams-Schwestern die bislang überragend aufspielende Weltranglisten-Zweite Amelie Mauresmo aus Frankreich.

Die in der Schweiz lebende Vorjahresfinalistin hat als einzige der acht Teilnehmerinnen die Vorrunde ohne Niederlage überstanden. Zum Abschluss besiegte die Spitzenreiterin der Schwarzen Gruppe die zuvor ebenfalls ungeschlagene Scharapowa mit 7:5, 6:4, womit sie auch gegen die dritte russische Herausforderin nicht einen Satz abgab. "Ich bin jetzt in Moskau. Ich brauche nicht mehr dorthin zu gehen. Moskau ist in Los Angeles diese Woche", scherzte Mauresmo. Platz drei und vier dieser Gruppe belegten US-Open-Champion Swetlana Kusnezowa (4/1:2 Siege) und Wera Zwonarewa (9/0:3). Drei aus dem russischen Tennis-Quintett sind in der Vorrunde gescheitert.

Mauresmo verbuchte ihren elften Sieg hintereinander, nachdem sie bei den beiden letzten WTA-Turnieren in Linz und Philadelphia nicht zu schlagen war. Sollte die 25-Jährige erstmals den WM-Titel gewinnen, würde sie Davenport wieder als Nummer eins der Weltrangliste ablösen. "Wenn sie triumphiert, hat sie es verdient, erneut ganz vorn zu stehen", sagte die 28-Jährige. Die Kalenderjahre 1998 und 2001 hatte sie als weltbeste Spielerin beendet. Ihre drei Jahre jüngere Rivalin schätzt sie in höchstem Maße: "Amelie macht nie ein Geheimnis aus ihren Problemen. Sie geht sehr offen und ehrlich mit dem auf ihr lastenden Druck und mit dem was tut um."

Davenport, die bei zehn WM-Teilnahmen vier Mal im Finale stand und vor fünf Jahren das Championat gewann, war trotz ihres vorzeitigen Scheiterns nicht böse: "Ich brauche mir keine Vorwürfe zu machen. Ich habe gegen Serena noch einmal alles gegeben. Egal, dass ich in diesem Jahr nach den vielen Verletzungen wieder Nummer eins wurde, war eine riesige Sache." Im Laufe der Saison hatte sie ihr Konto an Turniersiegen um sieben auf 45 erhöhen können, wodurch sie nach 34 Monaten am 18. Oktober erneut zur Nummer eins aufstieg.

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