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Maut-Konsortium: Fast 300 000 LKW mit Erfassungsgeräten ausgerüstet

Kurz vor dem Start der LKW-Maut auf den deutschen Autobahnen sind nahezu 300 000 Lastwagen im In- und Ausland mit den automatischen Erfassungsgeräten ausgestattet.

dpa-afx BERLIN. Kurz vor dem Start der LKW-Maut auf den deutschen Autobahnen sind nahezu 300 000 Lastwagen im In- und Ausland mit den automatischen Erfassungsgeräten ausgestattet. Wie das Maut-Konsortium Toll Collect am Montag in Berlin mitteilte, wurden bislang 297 500 On Board Units (Obus) eingebaut. Damit ist das Ziel, zur Einführung der Autobahngebühr am 1. Januar rund 300 000 Geräte zur Verfügung zu haben, praktisch erreicht. Vom ursprünglichen Ziel, mit 500 000 Geräten starten zu können, ist Toll Collect aber weit entfernt.

Die Obus sind Voraussetzung dafür, dass die Maut bei dem satellitengestützten System automatisch abgebucht werden kann. Alle anderen LKW-Fahrer müssen sich übers Internet einbuchen oder an einem der 3 700 Kassenautomaten zahlen, die an Raststätten und Grenzübergängen stehen. Die Speditionsbranche fürchtet deshalb an den ersten Maut-Tagen lange Staus, vor allem an den Grenzen. Aus Sorge vor einem Verkehrschaos will Toll Collect mehr als 5 000 Helfer einsetzen.

Beginn AN Diesem Mittwoch

Erstmals gezahlt werden kann die Maut von diesem Mittwoch an: Die Kassenautomaten, an denen die Buchung bislang noch ohne zu Bezahlen geübt werden kann, werden Punkt Mitternacht in Betrieb genommen. "Niemand muss bis Sonntag oder Montag, wann immer er seine Fahrt antreten will, warten, um dann eine Strecke zu buchen. Das kann bereits drei Tage vorher geschehen", sagte ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums. Zum Start will am Mittwoch auch Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) ein Ticket ziehen.

Ziel ist, vor allem in den ersten Tagen der Maut-Erhebung Verkehrsbehinderungen durch Rückstaus an Tankstellen und Grenzen zu vermeiden. Das Betreiberkonsortium hat dazu eine Liste mit mehr als 50 "neuralgischen Punkten" ausgearbeitet, an denen es Staus geben könnte. Dazu gehören beispielsweise Grenzübergänge wie Kehl/Straßburg oder Frankfurt(Oder)

Das LKW-Gewerbe forderte unterdessen erneut scharfe Kontrollen und ein hartes Durchgreifen gegen Mautpreller. Es dürfe nicht sein, dass die Unternehmen, die Mautgeräte in ihren Fahrzeugen eingebaut hätten, am Ende die Dummen seien und zahlten, sagte der Vorsitzende des Verbandes Güterkraftverkehr und Logistik Nordrhein (VGL), Klaus Peter Röskes, in Düsseldorf. "Die Kontrolldichte ist nicht so groß, wie wir uns das vorstellen". Das Bundesamt für Güterverkehr hat nach eigenen Angaben mehr als 280 mobile Kontroll-Teams im Einsatz.

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