Archiv
Mayer bei US-Open gegen Agassi

Nach einer kurzen Nacht hat sich Florian Mayer seinen Traum vom Duell gegen Andre Agassi bei den US Open erfüllt. Der Bayreuther benötigte nur drei Minuten, um sein abgebrochenes Erstrundenmatch gegen den Brasilianer Flavio Saretta zu beenden.

dpa NEW YORK. Nach einer kurzen Nacht hat sich Florian Mayer seinen Traum vom Duell gegen Andre Agassi bei den US Open erfüllt. Der Bayreuther benötigte nur drei Minuten, um sein abgebrochenes Erstrundenmatch gegen den Brasilianer Flavio Saretta zu beenden.

Der Wimbledon-Viertelfinalist gewann letztlich unerwartet klar mit 6:4, 6:2, 6:1 und zog damit als dritter von elf gestarteten deutschen Tennis-Profis in die zweite Runde ein. Wegen eines Schauers war die Partie tags zuvor beim Stand von 5:1 im dritten Satz vertagt worden.

"Das ist natürlich ein Traum", meinte Mayer zum anstehenden Highlight seiner noch jungen Karriere gegen Altmeister Agassi: "Das ist vielleicht sein letztes Turnier, das Spiel findet bestimmt auf dem Centre Court statt." Weil Mayer und Saretta als nächste Gegner von Steffi Grafs Ehemann etwa zeitgleich spielen sollten, war ihre Partie spät angesetzt worden. Zusätzlich verzögerte sie sich, weil die vorherigen Spiele sich fast alle sehr lang hinzogen. Die Veranstalter warteten viel zu lange, ehe sie das Match endlich auf einen der vielen freien Plätze verlegten.

Mayer ließ sich davon jedoch ebenso wenig aus der gewohnten Ruhe bringen, wie von einem unnötigen 2:4-Rückstand im ersten Satz. Der 20-Jährige spielte sein Pensum mit erstaunlicher Routine herunter und bestätigte die Einschätzung vom deutschen Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen: "Flo macht hier einen besseren Eindruck als in Athen." Dort war er bei den Olympischen Spielen nach einer leichten Erkrankung sofort ausgeschieden.

Derweil hatte Agassi seine Pflicht beim 7:6 (7:5), 6:4, 6:2 über seinen US-Landsmann Robby Ginepri schon erfüllt. Nur sein Aufschlag und sein Alter machten ihm Sorgen, meinte er danach. "Ich bin unsicher, weil ich 34 bin. Ich war niemals zuvor 34", erklärte Agassi unter Gelächter.

Bei den US Open hatten am Auftakttag zuvor nur Nicolas Kiefer und Qualifikantin Julia Schruff die zweite Runde erreicht. Verabschiedet haben sich trotz nicht allzu schwerer Gegner bereits vier der elf gestarteten Deutschen. Nach der Niederlage von Anca Barna schieden auch Alexander Popp sowie die Qualifikanten Daniel Elsner und Anna-Lena Grönefeld aus. Erst morgen greifen Thomas Haas gegen den Italiener Davide Sanguinetti und Philipp Kohlschreiber gegen den Franzosen Julien Benneteau ein.

Neben Agassi überstanden auch die restlichen Favoriten ihre ersten Spiele. Olympiasiegerin Justine Henin-Hardenne aus Belgien schwächelte beim 6:1, 6:4 gegen die erst 15 Jahre alte Tschechin Nicole Vaidisova nur kurz im zweiten Satz, Serena Williams hatte keine Mühe beim 6:1, 6:3 über die Tschechin Sandra Kleinova. Chiles Doppel-Olympiasieger Nicolas Massu gewann 6:4, 6:0, 6:2 über den Argentinier Jose Acasuso.

Sein letztes Match bestritt Todd Martin. Der 34 Jahre alte Finalist von 1999 erklärte nach dem Aus gegen den Franzosen Fabrice Santoro seinen Rücktritt. Für dieses Jahr schon verabschieden musste sich der Russe Marat Safin, der 2000 die US Open gewonnen hatte. Der diesjährige Finalist der Australian Open unterlag dem schwedischen Routinier Thomas Enqvist 6:7 (5:7), 4:6, 6:3, 3:6.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%