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Mayer erleichtert über Nachnominierung für AthenDPA-Datum: 2004-07-22 13:42:24

Kitzbühel (dpa) - Mit riesiger Erleichterung hat Tennis-Profi Florian Mayer auf die nachträgliche Nominierung für die Olympischen Spiele in Athen reagiert. «Wir sind froh, dass es doch noch geklappt hat», sagte Mayers Trainer Ulf Fischer am Rande des ATP-Turniers in Kitzbühel.

Kitzbühel (dpa) - Mit riesiger Erleichterung hat Tennis-Profi Florian Mayer auf die nachträgliche Nominierung für die Olympischen Spiele in Athen reagiert. «Wir sind froh, dass es doch noch geklappt hat», sagte Mayers Trainer Ulf Fischer am Rande des ATP-Turniers in Kitzbühel.

Auf Wunsch von IOC-Präsident Jacques Rogge und des Internationalen Tennis-Verbandes (ITF) hatte das Nationale Olympische Komitee (NOK) seine ursprünglich ablehnende Entscheidung doch noch revidiert.

«Das heißt nicht, dass er nun die größte Chance auf eine Medaille hat, es ging allein um das Prinzip», sagte Fischer. «Er stand ja beim IOC schon auf dem Zettel drauf. Warum wollte man dem Jungen beim NOK nicht vertrauen?» Das NOK, das laut der Olympischen Charta das alleinige Nominierungsrecht besitzt, wollte den 20-jährigen Bayreuther nicht nach Athen mitnehmen, obwohl er das Viertelfinale in Wimbledon erreicht hatte. NOK-Präsident Klaus Steinbach hatte nach dem Sinneswandel von einer «einmaligen Ausnahme» gesprochen und darauf verwiesen, dass die Fachverbände die Nominierungskriterien selbst festgelegt hätten.

Das NOK-Kriterium der Endkampfchance bedeutet für das olympische Tennis-Turnier das wahrscheinliche Erreichen des Viertelfinales. «Es können in Athen vielleicht 30 Spieler eine Medaille holen. Ich habe ihm gesagt: Du musst versuchen, alles zu geben», sagte Fischer. Den Wirbel um die Nominierung bis hin zur Intervention von Rogge habe sein aufstrebender Schützling «zum Glück» nur teilweise mitbekommen, erklärte der Coach, der seinerseits stundenlange Telefonate geführt hatte: «Ich habe die Leute angerufen, die Druck machen konnten.» Die Herren-Profi-Vereinigung ATP hatte angekündigt, für das olympische Turnier in Athen keine Weltranglistenpunkte zu vergeben, sollte Mayer fehlen, der im Champions Race derzeit Platz 39 belegt.

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