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Mayer-Vorfelder will Klinsmann & Co. unterstützt sehen

Berlin (dpa) - DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder hat die Bundesliga eingeschworen, die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land als «gemeinsame Aufgabe und Chance» anzugehen.

Berlin (dpa) - DFB-Chef Gerhard Mayer-Vorfelder hat die Bundesliga eingeschworen, die Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Land als «gemeinsame Aufgabe und Chance» anzugehen.

Bei der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes DFL warb der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes vor allem um die vorbehaltlose Unterstützung der Profi-Vereine für das neue Führungstrio der Nationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, Oliver Bierhoff und Joachim Löw. «Das haben sich alle Drei verdient. Sie strahlen viel Zuversicht und Optimismus aus», sagte der 71-Jährige.

«Ich bitte Sie, dass die Bundesliga geschlossen hinter diesen Drei steht», rief Mayer-Vorfelder in Berlin den Vertretern aus allen 36 Profi-Clubs auf der Versammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) zu. Als Zielvorgabe und Wunsch sei der Weltmeistertitel, den Bundestrainer Klinsmann schon bei seinem Antritt ins Visier genommen hatte, sehr wichtig, meinte der DFB-Chef. «Nur mit Ihnen können wir dieses Ziel erreichen», sagte Mayer-Vorfelder zu den Bundesliga- Funktionären. Die Liga-Vertreter sollten sich nicht in «kritischen Anmerkungen verlieren», sondern den Kontakt zum neuen Führungstrio suchen.

Mayer-Vorfelder sieht die Nationalelf und die Bundesliga bis zur WM in Deutschland vor «besonderen Jahren». Klinsmann, der laut «Bild»-Zeitung für den WM-Triumph eine Prämie von einer Million Euro ausgehandelt haben soll, muss ohne Qualifikationsspiele ein wettbewerbsfähiges Team formen. Der Länderspiel-Kalender sieht dafür Reisen in den Iran, nach Asien und nach Südamerika vor, was aus den Erfahrungen der Vergangenheit leicht zu Spannungen mit den abstellenden Clubs führen kann. «Das wird nicht alles ganz spannungsfrei ablaufen», meinte Mayer-Vorfelder. Deshalb sei es in den kommenden Monaten besonders wichtig, «dass die Trainer und Manager der Liga hinter den drei Leuten stehen».

Karl-Heinz Rummenigge - der Vorstandschef des FC Bayern kandidierte für einen Vorstandsplatz im Liga-Verband - hatte Klinsmann bereits vor dessen Inthronisierung in einem Telefongespräch die feste Hilfe zugesichert. «Egal, was er macht und wie er es macht, er hat alle Unterstützung», erklärte Rummenigge in Berlin.

Der DFB-Chef verteidigte vor den Bundesliga-Machern nochmals die auch aus der Liga teilweise hart kritisierte Suche nach einem Nachfolger des nach dem EM-Vorrunde-Aus zurückgetretenen Teamchefs Rudi Völler. «Völler war trotz goldener Brücken nicht von seinem Entschluss abzubringen», blickte Mayer-Vorfelder nochmals zurück. «Das war kein Chaos, wir sind unseren Weg gegangen», wies er pauschale Kritik zurück, wollte aber vor allem nach vorn blicken: «Ich bin überzeugt davon, dass gerade die führenden Vereine wie Bayern München voll hinter dem neuen Trio stehen.»

Mayer-Vorfelder, der beim DFB-Bundestag im Oktober ins Osnabrück seine Führungsrolle mit dem jetzigen Schatzmeister Theo Zwanziger teilen wird, hob bei der Wahlversammlung des Ligaverbandes die Bedeutung der Bundesliga für den gesamten deutschen Fußball hervor: «Wenn es der Liga gut geht, geht es auch dem DFB und den Landesverbänden gut.» DFL-Chef Werner Hackmann, der sich in Berlin zur Wiederwahl stellte, fasste die wichtigste Aufgabe der nächsten Zeit zusammen: «Wir müssen wegkommen von den Schlagzeilen über Funktionäre wieder hin zu Schlagzeilen über Fußballspiele.»

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