Mazedonische Polizei erschoss drei Soldaten
Heftige Kämpfe im Grenzgebiet zum Kosowo

afp PRISTINA/SKOPJE. Im Grenzgebiet zum Kosovo haben sich mazedonische Truppen und albanische Kämpfer am Sonntag heftige Kämpfe geliefert. Die Gefechte konzentrierten sich auf das von Albanern bewohnte mazedonische Grenzdorf Tanusevci, berichtete ein Mitarbeiter einer albanischen Hilfsorganisation aus einem aus einem benachbarten Dorf im Kosovo. Die mazedonische Armee habe auch Artillerie eingesetzt. Zuvor hatte die mazedonische Polizei berichtet, in der Region seien drei Soldaten getötet worden. Einer der Soldaten sei aus Tanusevci heraus erschossen erschossen worden. Die beiden anderen seien bei der Explosion einer Mine getötet worden.

In der Region um Tanusevci war es in den vergangenen Wochen mehrfach zu Spannungen gekommen. Dort war Mitte Februar ein junger Albaner ermordet worden. Die Dorfbewohner machten die mazedonischen Sicherheitskräfte für die Tat verantwortlich. In der Folge kam es zu Schießereien zwischen den Sicherheitskräften und albanischen Kämpfern. Mehrfach wurden Grenztruppen aus dem Ort heraus beschossen. Die meisten Bewohner des Bergdorfes flohen mittlerweile in das Kosovo. Fast ein Viertel der zwei Millionen Mazedonier sind ethnische Albaner.

Die albanischen Rebellen in Mazedonien haben nach Angaben der NATO Verbindungen zur selbsternannten Befreiungsarmee von Presevo, Medvedja und Bujanovac (UCPMB), die nur wenige Kilometer entfernt in der entmilitarisierten Zone zwischen Südserbien und dem Kosovo operiert. Ziel der Kämpfer ist eine Vereinigung des überwiegend albanisch bewohnten Gebietes um das Presevo-Tal mit dem Kosovo.

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