Mazedonische Presse kritisiert Art der abgebenen Waffen
Einsatz der NATO in Mazedonien verläuft "planmäßig"

Am zweiten Tag ihrer Mission in Mazedonien hat die Nato am Dienstag in der Umgebung des Dorfes Brodec im Norden des Landes mit dem Einsammeln von Waffen begonnen.

afp SKOPJE. Der Einsatz verlaufe planmäßig, es habe bislang keinerlei Zwischenfälle gegeben, sagte Nato-Sprecher Barry Johnson in Skopje. Am Montag hatten Kämpfer der selbst ernannten Nationalen Befreiungsarmee nach Nato-Angaben rund 400 Gewehre abgegeben. Die Nato bewertete dies als "großen Erfolg". Die in Mazedonien stationierten Soldaten sollen binnen 30 Tagen 3300 Waffen der Albanerrebellen einsammeln. Bis Dienstag waren nach Nato-Angaben mehr als zwei Drittel der geplanten 4500 bis 5000 Nato-Soldaten vor Ort.

Die mazedonische Zeitung "Dnevnik" bemängelte am Dienstag, die Albaner hätten nur "museumsreife Waffen" abgegeben. In anderen Zeitungen hieß es, die Waffen stammten größtenteils aus China und seien nicht gerade modern. Ein Nato-Sprecher hatte am Montag gesagt, viele der abgegebenen Waffen seien neuwertig gewesen.

Im Kloster Lesok nördlich von Tetovo wurden am Dienstag mehrere Dutzend Gläubige zu einer religiösen Feier erwartet. Die Kirche des Klosters war in der vergangenen Woche bei einem Sprengstoffanschlag von Albanerrebellen zerstört worden. Kulturministerin Ganka Samoilova-Cvetanovska hatte den Anschlag mit der Sprengung der Buddha-Statuen von Bamijan durch die afghanische Taliban-Miliz verglichen.

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